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31.01.2001

18:06 Uhr

BIP wächst im vierten Quartal nur noch um 1,4 Prozent

US-Wirtschaftsboom neigt sich dem Ende zu

Die US-Konjunktur hat sich zum Jahresende nochmals merklich abgekühlt. Wie das US-Handelsministerium mitteilte, betrug nach einer ersten Schätzung die Zuwachsrate beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) im letzten Vierteljahr 2000 gegenüber dem Vorquartal annualisiert nur noch 1,4 % nach noch 2,2 % im dritten Quartal. Dies ist der niedrigste Stand seit 1995. Analysten hatten mehrheitlich ein Wachstum von 1,9 % erwartet. Im Gesamtjahr 2000 legte das US-BIP um 5 % zu und wuchs damit mit der höchsten Rate seit 16 Jahren.

zz/bbl DÜSSELDORF. Erstmals seit 1991 fielen zum Jahresende 2000 die Unternehmensinvestitionen. Sie nahmen um 1,4 % ab. Die Haushalte steigerten ihre Konsumausgaben um nur noch 2,9 % gegenüber 4,5 % im Vorquartal. Bei den Ausgaben für langlebige Wirtschaftsgüter, vor allem bei Autos und Computern, war gar ein Rückgang zu verzeichnen.

Der Chicago-Einkaufsmanagerindex ist im Januar auf seinen niedrigsten Stand seit November 1982 gefallen und signalisiert eine weitere Abschwächung der Produktion im verarbeitenden Gewerbe.

Analysten erwarten mehrheitlich, dass sich die Abschwächung des Wachstums fortsetzt. Auch eine Stagnation der Wirtschaft wird nicht ausgeschlossen. William Dudley, US-Chefökonom bei Goldman Sachs in New York, sieht die größten Risiken in dem Rückgang der Unternehmensinvestitionen, der sich negativ auf die private Nachfrage auswirken kann.

Rezessionsängste, so Barbara Lambrecht, US-Volkswirtin bei der Commerzbank, seien aber erst begründet, wenn neben rückläufigen Investitionen die Konsumausgaben zu Gunsten der Ersparnis merklich zurückgenommen würden. Wie Dudley geht die Analystin für das laufende Quartal von einer steigenden US-Sparquote aus.

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