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05.07.2000

12:04 Uhr

dpa HAMBURG. Die Deutsche Post AG hat auf das neue Kartellverfahren der EU-Kommission gelassen reagiert. Wie Konzernchef Klaus Zumwinkel am Dienstagabend vor dem Club Hamburger Wirtschaftspresse erläuterte, gehe es bei diesem Verfahren im Grunde um die gleiche Sache wie im bisherigen Beihilfeverfahren, das offiziell gegen die Bundesrepublik Deutschland läuft. Das neue Verfahren richte sich jetzt aber direkt gegen die Post. Sie soll nach Kommissionsauffassung möglicherweise ihre marktbeherrschende Stellung für den Pakettransport ausgenutzt haben. In Kartellverfahren kann die Kommission ein Bußgeld von maximal zehn Prozent des Umsatzes verhängen.

Sollte die Post mit einer Zahlung belegt werden, wird laut Zumwinkel "der Börsengang nicht verschoben". Dann würden Rückstellungen gebildet. "Da wir gute Gewinne machen, können wir das verkraften", sagte Zumwinkel. Er rechnet beim Jahresüberschuss nach Steuern in diesem Jahr mit "einem kräftigen Sprung nach oben". 1999 hatte das Unternehmen 1,1 Mrd. Euro (rund 2,2 Mrd. DM) verdient. Der Umsatz soll von 22,4 Mrd. Euro auf rund 30 Mrd.  Euro steigen.

Die EU-Kommission untersucht in dem schon laufenden Beihilfeverfahren, ob das bisherige Staatsunternehmen mit Gewinnen aus der florierenden Briefsparte ihren rote Zahlen schreibenden Paketdienst subventionierte. Zumwinkel erwartet, dass es dazu noch vor der Sommerpause eine Ergebnis geben wird.

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