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08.06.2000

14:40 Uhr

dpa BERLIN. Die am Mittwoch vom Kabinett verabschiedete "Verordnung über die Arbeitsgenehmigung für hoch qualifizierte ausländische Fachkräfte der Informations- und Kommunikationstechnologie" sieht im einzelnen vor: ANZAHL: Zugelassen werden maximal 20  000 ausländische Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten, nach den ersten 10  000 soll der weitere Bedarf überprüft werden.

VORAUSSETZUNGEN: Erforderlich sind eine abgeschlossene Hochschul- oder Fachhochschulausbildung auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologie oder ein vereinbartes Mindest-Jahresgehalt von 100 000 DM.

DAUER: Die Zulassung erfolgt für fünf Jahre, innerhalb dieser Zeit kann auch der Arbeitgeber gewechselt werden. Dabei hat der Kanzler auch mögliche Verlängerungen im Rahmen bereits bestehender ausländerrechtlicher Regelungen in Aussicht gestellt.

ANWERBUNG: Für die Rekrutierung der Fachkräfte im Ausland wird auch private Arbeitsvermittlung zugelassen. Die Arbeitsämter sollen bei Vorliegen aller Unterlagen spätestens innerhalb einer Woche die Arbeitserlaubnis erteilen.

ZUSTIMMUNGSPFLICHT: Der Verordnungsentwurf bedarf nach Aussage der Bundesregierung nicht der Zustimmung des Bundesrates. Zugleich wurde im Kabinett eine "Verordnung über Aufenthaltserlaubnisse" der gewünschten Fachkräfte behandelt, die wegen der ausländerrechtlichen Bestimmungen den Bundesrat passieren muss. Wenn dies erfolgt, könnten beide Verordnungen zum 1. August in Kraft treten.

ANGEBOTE/NACHFRAGE: Bisher liegen bei der Bundesanstalt für Arbeit 11  000 Stellenangebote für IT-Kräfte vor. Nachfragen gibt es bisher von 5  700 ausländischen Bewerbern, darunter rund 1  200 aus Indien, 500 aus Algerien, 400 aus Pakistan, 350 aus Bulgarien und 300 aus Russland.

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