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20.01.2003

13:02 Uhr

Bisheriger Gutachter wurde wegen Befangenheit abgelehnt

Neuer Gutachter für Haffa-Prozess

Das Landgericht München hat im Prozess gegen die ehemaligen EM.TV-Chefs Thomas und Florian Haffa einen neuen Gutachter gefunden und damit ein Scheitern des Verfahrens abgewendet. Die Vorsitzende Richterin Huberta Knöringer sagte am Montag, der Münchener Professor für Rechungswesen, Wolfgang Ballwieser, sei als Gutachter bestellt worden.

Reuters MÜNCHEN. Ballwieser solle prüfen, ob das Münchener Medienunternehmen EM.TV bei der Gewinnprognose im August 2000 fehlerhafte Angaben gemacht habe. Ballwieser solle vor allem der Frage nachgehen, ob EM.TV für die Tochter Jim Henson zu positive Zahlen eingerechnet habe.

Die Staatsanwaltschaft hat die Haffa-Brüder wegen Kursbetrugs angeklagt und wirft ihnen vor, die Lage des heute angeschlagenen Medienunternehmens bewusst falsch dargestellt zu haben. Bisher sind in dem Verfahren an die 20 Zeugen gehört worden, darunter der gescheiterte Medienunternehmer Leo Kirch und ProSiebenSat.1-Chef Urs Rohner.

Anfang Januar hatte das Gericht allerdings einen bis dahin als Gutachter berufenen Bilanzexperten wegen möglicher Befangenheit abgelehnt, weil sich dieser vor seiner Aussage mit den Verteidigern Haffas getroffen hatte. Ohne einen neuen Gutachter hätte der Prozess platzen können, weil dieser seinen Auftrag innerhalb einer bestimmten Frist erfüllen muss.

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