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25.01.2005

14:11 Uhr

Blair eröffnet das Treffen 2005

Chirac will für Steuer auf Finanztransaktionen werben

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) 2005 bekommt bereits zum Auftakt am Mittwoch Besuch von zwei europäischen Staatschefs. Frankreichs Präsident Jacques Chirac will für eine Steuer auf Finanzgeschäfte, der britische Ministerpräsident Tony Blair für den Klimaschutz werben.

HB DAVOS. Mit einer Rede Blairs beginnt an diesem Mittwoch das WEF in Davos. Bis zum kommenden Sonntag werden im dem schweizerischen Wintersportort rund 2 250 Führungskräfte aus Politik und Wirtschaft über die globalen Herausforderungen debattieren. Die Themenpalette des Treffens unter dem Motto "Verantwortung für schwierige Entscheidungen übernehmen" reicht von den internationalen Krisenherden über Fragen des Welthandels bis zum Umweltschutz.

Anders als in den Vorjahren wird auch eine Reihe deutscher Spitzenpolitiker in Davos erwartet. Bundeskanzler Gerhard Schröder hat sich ebenso angesagt wie Wirtschaftsminister Wolfgang Clement und CDU-Chefin Angela Merkel.

Blair will zum Auftakt am Mittwochabend eine Initiative der sieben führenden Industrienationen und Russland (G-8) zum Klimaschutz vorstellen, wie die Organisatoren mitteilten. Großbritannien hat in diesem Jahr turnusgemäß den G-8-Vorsitz. Die Gefahren durch die weltweite Klimaerwärmung sollen eines der Schwerpunktthemen der britischen G-8-Präsidentschaft sein. Blair will außerdem am Donnerstag an einer Diskussionsrunde über das Verhältnis der Industrieländer zu Afrika teilnehmen, zu der auch der ehemalige US-Präsident Bill Clinton, Südafrikas Präsident Thabo Mbeki sowie der Sänger Bono der Band U2 erwartet werden. Noch vor Blair will sich Frankreichs Staatschef Jacques Chirac am Mittwochnachmittag dafür einsetzen, dass internationale Finanztransaktionen mit einer Art Steuer zugunsten armer Länder belegt werden.

Das WEF-Jahrestreffen soll nach Worten des Gründers Klaus Schwab im Zeichen der Neuanfänge stehen. Neu auf der Davoser Bühne werden unter anderem Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko sein. Insgesamt werden 23 Staats- und Regierungschefs, 72 Minister, mehr als 500 Top-Manager führender Unternehmen sowie Vertreter internationaler Organisationen, Kirchen und der Wissenschaft sowie Globalisierungskritiker in Davos diskutieren. Zum Schutz der Prominenten setzt die Schweiz unter anderem 5 500 Soldaten ein.

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