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31.01.2003

08:50 Uhr

Blair und Aznar hoffen auf friedliche Lösung

Auch Blix reißt langsam der Geduldsfaden

UN-Chefinspektor Hans Blix hat erneut die mangelnde Kooperation der irakischen Regierung bei den Waffenkontrollen beklagt. In einem Interview mit dem britischen TV- Sender "Channel 4" sagte Blix, ohne die Mitarbeit der Regierung in Bagdad könnten die Inspektionen noch Jahre dauern. Dies sei aber nicht akzeptabel.

Hans Blix Foto: dpa

Hans Blix Foto: dpa

HB/dpa LONDON/NEW YORK/WASHINGTON. Er wolle deshalb erst dann um mehr Zeit für die Inspektionen bitten, wenn eine Kooperation der Iraker spürbar werde.

Wie das Büro von UN-Generalsekretär Kofi Annan am Donnerstagabend bestätigte, hat die irakische Regierung die Chefinspektoren für die kommende Woche zu Gesprächen nach Bagdad eingeladen. Iraks Botschafter bei den Vereinten Nationen in New York, Mohammed Aldouri, überbrachte die schriftliche Einladung am Donnerstagabend. Ob man die Einladung annehmen werde, wurde von Annans Büro aber nicht mitgeteilt. Auch Blix selbst und sein Kollege Mohammed el Baradei von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) in Wien äußerten sich nicht dazu. Die Beiden waren erst vor knapp zwei Wochen in Bagdad gewesen, um über eine aktivere Rolle der irakischen Regierung bei den Kontrollen zu sprechen.

Auch die Regierungschefs von Großbritannien und Spanien, Tony Blair und José María Aznar, forderten am Donnerstag die irakische Regierung erneut zu einer Kooperation mit den Waffenkontrolleuren auf. Noch sei eine friedliche Lösung des Konflikts möglich, sagten die Regierungschefs nach einem Treffen in Madrid. Dazu müsse aber das irakische Regime von Saddam Hussein in vollem Umfang mit den UN - Waffeninspekteuren zusammenarbeiten. Die UN-Resolution 1441 sei die "letzte Chance" für Bagdad. Es hänge allein von Saddam Hussein ab, ob und wann im Irak eine militärische Intervention notwendig werde, betonte Blair.

Auch der saudische Außenminister Saud el Feisal forderte von Bagdad eine aktivere Rolle bei den Kontrollen. Nach einem Treffen mit US-Präsident George W. Bush in Washington sagte der Minister am Donnerstag, sein Land arbeite weiter für eine friedliche Lösung. Er zeigte sich zudem überzeugt, dass US-Präsident Bush die Situation "mit seiner ganzen Weisheit" beurteilen werde.

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