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03.01.2002

08:57 Uhr

Blutvergießen soll grundsätzlich vermieden werden

Antwort von Omar auf Kapitulations-Angebot erwartet

Die afghanischen Behörden warten auf eine Antwort auf ihr Kapitulationsangebot an den flüchtigen Taliban-Chef Mullah Mohammad Omar. Ein Sprecher des afghanischen Geheimdienstchefs in Kandahar sagte am Donnerstag, die Abgesandten seien wieder zurückgekehrt. Jetzt liege die Antwort auf der anderen Seite.

Reuters KABUL. Im Grundsatz wolle man Blutvergießen vermeiden, sagte der Sprecher weiter. Der Chef der Übergangsregierung, Hamid Karsei, sagte der "New York Times", er sorge sich über die zunehmende Zahl ziviler Opfer. Hierüber wolle er mit den USA reden.

Omar wird in der Nähe der Stadt Baghran in der Provinz Helmand im Süden Afghanistans vermutet. Er soll von bis zu 1000 Kämpfern beschützt werden. Unklar blieb, ob er unter Kontrolle örtlicher Stammesführer steht. Die USA haben angekündigt, dass sie die Auslieferung Omars erwarten, falls er gefangen genommen werden sollte.

Der Sprecher von Kandahars Geheimdienstchef Hadschi Gullalai sagte: "Wir warten noch auf eine Antwort auf unsere Forderungen." Ziel sei, die Sache ohne Blutvergießen zu lösen, aber "es ist ihre Entscheidung, wie sie reagieren wollen".

Karsei sagte in dem Zeitungsinterview, er wolle, dass die US-Streitkräfte in Afghanistan blieben, bis der Terrorismus beseitigt sei. Er sorge sich aber über die wachsende Zahl ziviler Opfer.

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