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17.07.2000

22:20 Uhr

Börsen

Wall Street schliesst bei Nasdaq-Plus uneinheitlich

Gelder aus der "Old Economy" fließen wieder in Technologiewerte. Dow Jones fiel in den letzten Handelsminuten.

Reuters NEW YORK. Die New Yorker Wall Street hat am Montag bei ausserordentlich geringen Umsätzen uneinheitlich geschlossen. Händlern zufolge ermutigten starke Gewinnzahlen von Technologiehäusern die Investoren weiterhin dazu, Gelder aus der "Old Economy" abzuzweigen. Da am Dienstag wichtige Konjunkturzahlen erwartet werden, blieb die Aktivität am Markt begrenzt. Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte fiel in den letzten Handelsminuten und ging 8,48 Punkte oder 0,08 Prozent tiefer mit 10.804,27 Zählern aus dem Handel. Dagegen stieg der technologielastige Nasdaq-Index 0,67 Prozent auf 4274,74 Zähler. Der S&P-500-Index gewann 0,03 Prozent auf 1510,49 Zähler.

Die Aktivität an der Wall Street sei am Montag begrenzt geblieben, da mit den US-Verbraucherpreisen für Juni zinsweisende Konjunkturdaten erwartet werden, sagten Analysten. Zudem ist am Donnerstag eine Stellungnahme des US-Notenbankpräsidenten Alan Greenspan zur Geldpolitik vor dem Senat geplant. Die Umsätze am New Yorker Markt begrenzten sich auf rund 904 Millionen Aktien.

Zahlreiche Technologie-Aktien erzielten Gewinne. Starke Gewinnzahlen von High-Tech-Unternehmen bewogen offenbar die Investoren dazu, sich von traditionellen Werten weg zu bewegen und im Technologiesektor zu investieren, erklärten Händler. Auch der Dow-Jones-Index wurde zunächst durch Kursgewinne bei seinen Technologie-Komponenten etwas gestützt, hiess es. So kletterten die Aktien des Computer-Riesen IBM 1-8/16 auf 105-7/16 Dollar. Bei führenden Umsätzen unter den Nasdaq-Komponenten stiegen Qualcomm 6-12/16 auf 69-13/16 Dollar. Einige Unternehmenspatenten zum Mobilfunkstandard CDMA haben weiterhin Gültigkeit, wie die Patentbehörden in Japan und Europa nach Qualcomm-Angaben urteilten. Aktien des Fiberoptik-Unternehmens JDS Uniphase trugen mit einem Kursgewinn von 4-3/16 auf 115-13/16 Dollar ebenfalls deutlich zu den Indexzuwächsen bei. JDS profitierten gemäß Händlern davon, dass das Konkurrenzunternehmen Corning über den Erwartungen der Wall Street liegende Gewinnzahlen erbracht habe. Corning notierten zuletzt 12-1/4 Dollar fester auf 279-1/4 Dollar.

Zu den Kursverlierern am Montag zählten einige Finanzwerte wie Citigroup (1-9/16 Dollar tiefer auf 66-3/8 Dollar) und Industrietitel wie DuPont (1-1/16 Dollar schwächer auf 44-1/2 Dollar). Am New Yorker Markt überwogen die Kursverlierer mit 1557 Titeln gegenüber 1274 Gewinnern. 525 Werte schlossen unverändert. Die größten Bankhäuser der USA legten am Montag gute Quartalsergebnisse vorgelegt und übertrafen dabei die Erwartungen der Analysten zum größten Teil leicht. Lediglich die nach dem Anlagevermögen größte US-Bank, die Bank of America, verfehlte trotz eines gestiegenen Ergebnisses die Analysten-Prognosen knapp. Während die Aktien der Bank of America an der Börse sich nur knapp behaupteten, legten die Papiere der Bank of New York 1,5 Dollar auf 48-07/16 Dollar zu. Die Aktien von FleetBoston Financial wurden zur Verwunderung von Händlern 2,25 Dollar billiger bei 35,5 Dollar gehandelt, obwohl die Erwartungen im Quartal übertroffen wurden. Aktien des Müsliherstellers General Mills fielen 2-11/16 auf 33-5/8 Dollar, nachdem das Unternehmen mitgeteilt hatte, die Nahrungsmittelsparte der britischen Diageo für 10,5 Milliarden Dollar zu übernehmen. Titel des Papierherstellers Georgia Pacific verloren nach einer Fusionsmeldung 2-5/16 auf 26-1/8 Dollar. Georgia Pacific gaben bekannt, den Wettbewerber Fort James für elf Milliarden Dollar kaufen zu wollen, hiess es. Am US-Anleihenmarkt notierten die richtungsweisenden 30-jährigen Bonds bei Börsenschluss 16/32 tiefer mit einer Rendite von 5,92 Prozent.

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