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07.02.2001

16:56 Uhr

Börsengang von AOL Europe im Gespräch

AOL überspringt die Marke von zwei Millionen Mitgliedern in Deutschland

Innerhalb von 15 Monaten ist es dem Internetprovider AOL gelungen die Mitgliederzahl in Deutschland zu verdoppeln. Damit ist AOL der zweitgrößte heimische Service-Provider nach T-Online.

ap HAMBURG. Der Internetprovider AOL hat in Deutschland die Marke von zwei Mill. Mitgliedern übersprungen und damit die Mitgliederzahl innerhalb von nur 15 Monaten verdoppelt. Das gab AOL Deutschland am Mittwoch in Hamburg bekannt. Damit ist AOL der zweitgrößte heimische Internetdienst nach der Telekom-Tochter T-Online. Die tägliche Nutzungsdauer pro Mitglied sei von 22 auf 34 Minuten gestiegen. Das Tochterunternehmen Compuserve hat den Angaben zufolge 500 000 Mitglieder. AOL Europe erwägt unterdessen einen Börsengang.

AOL Deutschland setzt nach den Worten von Vorstandschef Uwe Heddendorp auf engen Kontakt zu den Kunden. Die AOL-Mitglieder verbringen nach seinen Angaben mehr als 70 % ihrer Online-Zeit auf AOL - und CompuServe-Seiten. Die zwei Mill. Mitglieder hätten insgesamt sieben Mill. E-Mail-Adressen, so dass sich dort weitere für die Werbewirtschaft interessante Kunden verbergen. Mit Anbietern wie Otto, Quelle, IBM, Vobis, BP, Tchibo, Deutsche Bank, Consors, eBay, Pixelnet, Lufthansa und BOL seien in den vergangenen zwölf Monaten neue Kooperationen geschlossen worden. Bei AOL stehe die Einführung einer neuen Version der Benutzeroberfläche mit dem Namen 6.0 kurz bevor, hieß es.

Der mit über 30 Mill. Kunden weltgrößte Online-Anbieter America Online (AOL) erwägt sein Europageschäft an die Börse zu bringen. "Ein Börsengang von AOL Europe ist für uns eindeutig eine Option", sagte Michael Lynton, President von AOL International, dem "Handelsblatt". Zu der Geschäftsentwicklung in Europa sagte er: "Das Wachstum liegt über unseren Erwartungen",

Für einen Börsengang müsse allerdings das Marktumfeld besser sein als dies zurzeit der Fall sei, sagte Lynton weiter. Einen zeitlichen Rahmen für das Vorhaben wollte Lynton deshalb nicht nennen.



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