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28.06.2000

21:47 Uhr

dpa BERLIN. Der frühere Kanzleramtsminister Friedrich Bohl (CDU) hat sich in Zusammenhang mit Aktenmanipulationen und Datenvernichtung zum Ende der Ära Kohl in seinem Amt zur "politischen Verantwortung" bekannt. Dies äußerte er in Interviews des ZDF -"heute journals" und der ARD -"Tagesthemen". Im ZDF sagte Bohl: "Ich trage die politische Verantwortung vor dem Deutschen Bundestag für das Geschehen im Bundeskanzleramt. Ich werde keinen Mitarbeiter in die Ecke stellen, sondern ich stehe dafür gerade." Und er fügte hinzu: "Ich werde prüfen, wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen, ob ich Konsequenzen zu ziehen habe."

Vorwürfe, dass auf seine Anweisung Akten vernichtet worden seien, bestritt der CDU-Politiker im "heute-journal". Alles, was er bisher gesagt habe, habe er nach bestem Wissen und Gewissen getan. Deshalb fürchte er sich auch nicht vor einem Eid vor dem Staatsanwalt. Bohl räumte ein, dass ihm die ganzen Vorgänge nahe gingen.

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