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03.08.2000

12:45 Uhr

Reuters METZINGEN. Der Metzinger Modekonzern Hugo Boss AG hat nach starken Gewinnzuwächsen bis Ende Juni seine Erwartungen für das gesamte Jahr 2000 nach oben korrigiert. Nach einem Ergebnisplus nach Steuern von 49 % in den ersten sechs Monaten peile Boss nun für das gesamte Jahr einen um etwa 30 % höheren Gewinn an, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Metzingen mit. Auch der Umsatz solle um 15 % und damit deutlicher als bislang erwartet zulegen. Bisher hatte Boss Zuwächse von je 12 % beim Umsatz und Gewinn vorhergesagt. Der Aufbau der am Jahresende auf den Mark kommenden Damenkollektion verlaufe nach Plan, hieß es. Der Gewinn werde im Gesamtjahr insbesondere durch positive Wechselkurseinflüsse und die kräftig steigenden Umsätze zulegen, hieß es in dem Zwischenbericht des Konzerns. Die Anlaufverluste für die derzeit in Mailand entstehende Damenmode würden im zweiten Halbjahr anfallen und seien in der Ergebnisprognose für 2000 schon berücksichtigt. Ohne diese Belastungen würde das Nachsteuerergebnis in diesem Jahr sogar um 45 % steigen. Auch mittelfristig seien die Ertragssaussichten positiv. Im vergangenen Jahr hatte Boss bei einem Umsatz von 1,47 Mrd. DM einen Rekordgewinn von 110,5 Mill. DM erwirtschaftet. In den ersten sechs Monaten sei das Ergebnis vor Steuern bereits um 45 % auf 149 Mill. DM gestiegen, teilte das Unternehmen weiter mit. Durch eine leicht gesunkene Steuerquote sei der Nachsteuergewinn um 49 % auf 85 Mill. DM geklettert. Die Kosten von rund 16 Mill. DM für den Aufbau der Damenlinie seien aktiviert worden und hätten damit das Ergebnis des Konzerns nicht beeinflusst. Der Umsatz sei bis Ende Juni um 14 % auf 816 Mill. DM nach oben geklettert, wozu alle drei Konzernmarken beigetragen hätten. Dabei habe die Region Amerika mit einem Umsatzsprung um 47 % auf 169 Mill. DM zum ersten Mal den größten Wachstumsbeitrag im Konzern geleistet. Auch in Südostasien seien deutliche Zuwächse erzielt worden. In Deutschland sei der Umsatz durch Auslieferungsunterschiede um 1 % gefallen. Allerdings habe Boss die Verkäufe um rund 5 % gesteigert und damit weitere Marktanteile erobert. Die Resonanz der Einzelhändler auf die neu entwickelte Damenmode sei bisher positiv, hieß es. Die Damenlinie solle wie geplant im Dezember diesen Jahres unter der Kernmarke Boss auf den Markt kommen und damit erste Umsätze von zehn Mill. DM erzielen. Die Aktie des Metzinger Unternehmens reagierte mit einem leichten Kurszuwachs auf die Kennzahlen. Im Parketthandel der Frankfurter Börse wurden die Papiere am Donnerstagmittag mit 173 Euro um 0,6 % höher notiert als am Vortag.

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