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13.01.2003

14:52 Uhr

Boulevard-Blatt ist meistgelesene Zeitung Europas

"Bild“-Auflage fällt unter Vier-Millionen-Marke

Erstmals seit 28 Jahren ist die Auflage der zum Axel Springer Verlag gehörenden "Bild"-Zeitung unter die Marke von vier Millionen Exemplaren gefallen.

Reuters FRANKFURT. Im vierten Quartal 2002 habe Springer durchschnittlich 3,952 Millionen "Bild"-Exemplare am Tag verkauft, 6,9 Prozent weniger als im Vorjahresquartal, teilte der Verlag am Montag mit. Im Jahresdurchschnitt habe die verkaufte Auflage bei 4,1 (2001: 4,4) Millionen gelegen. Mit einer Reichweite von 12,1 (Vorjahr: 11,5) Millionen Lesern habe die meistgelesene Zeitung Europas aber die größte Reichweite ihrer Geschichte erreicht und ihr Betriebsergebnis um fünf Prozent gesteigert. In den frühen 80er Jahren hatte die Auflage der Boulevard-Zeitung noch stetig über fünf Millionen gelegen.

Die "Bild"-Zeitung ist der größte Gewinnbringer des Springer-Konzerns, dessen Abo-Tageszeitung "Die Welt" Verluste schreibt.

Bild-Bundesausgabe soll teurer werden

Der Verlagsleiter der "Bild"-Gruppe, Christian Nienhaus, kündigte in einem Interview mit der "Financial Times Deutschland" eine weitere Preiserhöhung für die "Bild"-Zeitung an. "Wir werden aller Voraussicht nach Mitte des Jahres den Preis für die Bundesausgabe auf 50 Cent erhöhen", sagte er. Die Bundesausgabe, die außerhalb der Großstädte verkauft wird, kostet derzeit 45 Cent. 2002 hatte der Verlag den "Bild"-Verkaufspreis ebenfalls erhöht.

Springer hatte 2002 dem Einbruch der Anzeigeneinnahmen mit Kostensenkungen und Personalabbau entgegengesteuert und rechnet für das Gesamtjahr wieder mit schwarzen Zahlen, nachdem der Verlag 2001 mit 198 Millionen Euro den ersten Verlust seiner 50-jährigen Geschichte verbucht hatte. Für den Anzeigenmarkt sieht er 2003 noch keine Erholung.

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