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19.03.2003

22:04 Uhr

Brand verzichtete auf Kretzschmar

DHB-Team holt Remis Prestige-Duell gegen Frankreich

Die deutschen Handballer haben in der letzten Sekunde einen möglichen Sieg im Prestige-Duell gegen den WM-Dritten Frankreich vergeben.

HB/dpa MULHOUSE. Mit einem direkt verwandelten Freiwurf nach der Schlusssirene und seinem zehnten Treffer sorgte Nikola Karabitic am Freitagabend in Mulhouse für den 29:29 (15:15)-Endstand und entriss dem WM-Zweiten den sicher geglaubten Auswärtserfolg. Vor rund 3000 Zuschauern im Palais des Sports waren Florian Kehrmann (Lemgo) und Christian Zeitz (Kronau/Östringen) mit jeweils vier Toren beste Werfer in der Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB).

Im dritten Vergleich mit dem WM-Dritten in diesem Jahr musste Bundestrainer Heiner Brand auf die verletzten Mark Dragunski (Flensburg-Handewitt) und Heiko Grimm (Großwallstadt) sowie den pausierenden Volker Zerbe verzichten. Zudem schonte er Linksaußen Stefan Kretzschmar (Magdeburg), der sich im WM-Halbfinale am 1. Februar in Lissabon gegen die Franzosen den kleinen Finger der Wurfhand gebrochen hatte. "Kretzschmar ist noch nicht ganz so weit", sagte Brand. Voraussichtlich aber wird Kretzschmar am Samstag (15.00 Uhr) in Berlin gegen Island eingesetzt und sein 200. Länderspiel bestreiten.

Die im Vergleich zur WM auf zahlreichen Positionen umbesetzte deutsche Nationalmannschaft begann konzentriert und in der Deckung aggressiv. Nach dem 0:2-Rückstand (3.) zwangen sie die Franzosen dadurch immer wieder zu Fehlern. Mit Tempogegenstößen, gelungenen Positionsangriffen und guter Trefferquote glich der WM-Zweite zum 4:4 (8.) aus und erspielte sich über 7:5 (11.) und 9:6 (14.) beim 11:7 (19.) einen Vier-Tore-Vorsprung.

Doch zum Ende des ersten Durchgangs hatten sich die Franzosen vor allem in der Abwehr besser auf die Spielweise der Deutschen eingestellt. So kam der Gast nicht mehr so leicht zu Toren und verlor bis zum 15:15-Halbzeitstand den komfortablen Vorteil.

Zum Auftakt des zweiten Durchgangs sorgte der nachnominierte Dragos Oprea (Göppingen) mit zwei Treffern für eine 17:15-Führung des Brand-Teams (33.). Darauf baute die deutsche Mannschaft auf und setzte sich beim 23:18 (43.) erstmals auf fünf Tore ab. Aber in dem emotionsgeladenen Spiel ließen die Gastgeber nicht locker und schafften beim 25:26 (54.) den Anschluss.

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