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25.01.2006

08:36 Uhr

Brisantes Thema

Neue Vision für die Energie

VonChristoph Rabe

Was muss die Energiewirtschaft leisten, um die Sicherung der Versorgung im 21. Jahrhundert zu gewährleisten? Das Weltwirtschaftsforum nimmt sich auf dem Energiegipfel in Davos während der Jahrestagung ein Thema vor, dessen Brisanz jedermann auf Anhieb erkennt.

DAVOS. Die Energiekosten steigen, die Versorgungssicherheit ist nicht mehr gewährleistet. Dafür braucht es nicht einmal terroristischer Anschläge. Schon ein Wirbelsturm der Kategorie "Katrina" reicht aus, das fragile Versorgungsnetz zu beschädigen.

Fünf Dutzend Chefs von Energiekonzernen aus aller Welt und ein Dutzend Politiker hat das Forum in Davos zusammengetrommelt, um den Zusammenhang von Geopolitik, Klimawandel und Stabilität des Energieversorgungssystems zu beleuchten. "Die heutigen Institutionen im Energiesektor basieren auf den Verhältnissen nach dem ersten Energieschock 1970", sagt Christophe Frei, Verantwortlicher für das Energiethema beim Weltwirtschaftsforum. "Wir müssen uns die Frage stellen, ob wir neue Institutionen benötigen."

Fragen soll sich der exklusive Teilnehmerkreis auch, wie sich ein simultan ausgeführter Terroranschlag auf die Versorgungsadern der globalen Wirtschaft auswirkt, wo potenzielle Ziele zu vermuten sind und was Energiesicherung in einer Welt bedeutet, in der Finanzmärkte, Energiemärkte und Kommunikation immer enger verzahnt sind. Auch der Rohstoffhunger Chinas und Indiens kommt zum Tragen. Nichts Geringeres als eine "neue Vision" für die Energiesicherheit von morgen, so die Vorstellung des Forums, sollen die Energiemanager entwickeln.

Der Blick nach Asien wird in Davos in den kommenden Tagen nicht nur die Energiewirtschaft beschäftigen. Gleich zwei Tage lang kreist eine Vielzahl von Workshops und Diskussionen um die neuen Giganten am globalen Wirtschaftsfirmament, China und Indien. Aus beiden Staaten reisen starke Delegationen an. Sie sollen sich ebenso wie die übrigen 730 Wirtschaftsführer, 15 Staatschefs und 60 Minister unter den 2300 Teilnehmern im Verlauf von fast 250 Sitzungen mit ihrem kreativen Potenzial beschäftigen. Als Top-Politikerin wird Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch die Eröffnungsrede halten.

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