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27.06.2000

22:48 Uhr

Britische Regierung stellt Neubeginn der Beziehungen in Aussicht

Mugabe ruft nach knappem Wahlsieg ins Simbabwe zu nationaler Versöhnung auf

Simbabwes Präsident Robert Mugabe kann weiter regieren. Aus London kam ein Dialogangebot.

afp HARARE/LONDON. In einer Rundfunkansprache verlangte Mugabe am Dienstagabend "Einheit über Rassen, Stämme und Ethien" hinweg. Das Ergebnis der Wahl binde alle Bürger des Landes, "Sieger wie Verlierer", sagte Mugabe. Die Regierungspartei ZANU-PF hatte bei der Wahl am Wochenende nur einen knappen Sieg errungen. Dem vorläufigen Endergebnis zufolge errang die ZANU-PF 62 der 120 per Wahl vergebenen Sitze. Die Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) von Oppositionsführer Morgan Tsvangirai kam auf 57 Abgeordnete.

Die britische Regierung rief Mugabe unterdessen auf, den Willen in der Bevölkerung für einen Wandel anzuerkennen. Die ehmalige Kolonialmacht Großbritannien sei zu einem Neubeginn der Beziehungen mit Harare bereit, wenn die Regierung sich für Reformen und nationale Versöhnung engagiere, sagte der britische Außenminister Robin Cook in London. Im Vorfeld der Wahl hatten Anhänger Mugabes zahlreiche Gewaltakte gegen Oppositionspolitiker begangen und Farmen von Weißen besetzt, Dutzende Menschen starben. Mugabe selbst hatte schwere verbale Angriffe gegen weiße Farmer und Großbritannien gestartet.

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