Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.01.2002

16:37 Uhr

Buchkette Thalia ist Wachstumstreiber

Douglas erwartet höheren Umsatz

Das wider Erwarten doch recht gute Weihnachtsgeschäft 2001 dürfte besonders die Douglas AG aufatmen lassen: Der Handelskonzern lebt davon, dass sich die Verbraucher ab und zu den "kleinen Luxus" wie ein edles Parfüm oder neuen Schmuck gönnen.

vwd DÜSSELDORF. Am Donnerstag, wenn das Unternehmen aus Hagen einen ersten Rückblick auf die Umsatzentwicklung im vorigen Jahr gibt, wird sich zeigen, wie das über den Gewinn entscheidende vierte Quartal gelaufen ist. Analysten rechnen damit, dass Douglas die Erlöse auf rund 2,5 Mrd ? steigern konnte. Das wäre ein Plus von etwa vier Prozent, wobei jedoch verkaufte Töchter mit berücksichtigt werden.

Douglas selbst wird den Umsatz allerdings bereinigt um die Modeunternehmen Biba und Werdin ausweisen, die seit 1. Januar 2001 nicht mehr zum Konzern gehören. Auf dieser Basis ist auch die Prognose von acht bis zehn Prozent höheren Erlösen zu verstehen, die der im MDax notierte Einzelhändler abgegeben hat. Ein Wachstumstreiber ist dabei die Buchkette Thalia, die im vergangenen Jahr übernommen worden war. Die gesamte Buchsparte, der drittgrößte Bereich in dem breit aufgestellten Konzern, hat sich nach Analystenmeinung gut entwickelt.



Probleme beim Absatz von Uhren und Schmuck

Das Hauptgeschäft aber macht Douglas mit seinen Parfürmerien im In- und Ausland, die für 80 % des Gewinns stehen. Und hier kann das Unternehmen zufrieden sein: Die Duft-Läden hätten sich bestens entwickelt, meint Analyst Joachim Bernsdorff von Fortis Investment Research. Anders das Bild im zweitgrößten Sektor, dem Verkauf von Uhren und Schmuck. Hier habe Douglas vor allem bei höherwertigen Angeboten mit marktbedingten Problemen zu kämpfen. Der vierte Großbereich, Mode und Sport, ergibt laut Bernsdorff ein gemischtes Bild: Das Damenmodehaus Appelrath-Cüpper laufe gut, der Herrenausstatter Pohland und Sport Voswinkel eher schlecht.

Zur Ertragslage 2001 wird sich Douglas noch nicht äußern. Der Konzern erwartete zuletzt ein "zufrieden stellendes" Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, nachdem er zuvor erklärt hatte, den Gewinn proportional zum Umsatz steigern zu wollen. WestLB-Analyst Peter Wirth rechnet ohne E-Commerce-Kosten mit einer Steigerung um 4,9 % und inklusive dieser Aufwendungen mit einem Plus von 0,8 %. Beim Umsatz geht er bereingt um Biba und Werdin von einer Zunahme um 9,9 % aus. "Im Ausblick auf 2002 erwarten wir acht Prozent Umsatzanstieg bei überproportionalem Gewinnwachstum, getragen von der Parfümeriesparte."

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×