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17.04.2003

21:30 Uhr

Bürgerkrieg

Kolumbien: 10-Jähriger bei Explosion seines Fahrrades getötet

Der Sprengsatz war im Rahmen des Rades versteckt. Vermutlich wollten die Täter den Jungen für einen Anschlag mißbrauchen.

dpa BOGOTA. Ein zehnjähriger Junge ist in Kolumbien bei der Explosion eines im Rahmen seines Fahrrades versteckten Sprengsatzes getötet worden. Die Bombe sei in der Nähe einer Straßensperre des Militärs in der Provinz Arauca im Nordwesten des Landes detoniert, teilten die Behörden am Donnerstag weiter mit.

Die Polizei ging davon aus, dass der ahnungslose Junge von den Tätern benutzt wurde, um einen Anschlag auf den Kontrollposten zu verüben. In der Vergangenheit hatten Rebellen der marxistischen "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" (FARC) schon mehrmals Bomben in Fahrrädern, an Pferden oder unter Leichen versteckt.

Wer hinter dem neuen Anschlag steckte, war zunächst unbekannt. In Arauca sind sowohl linke Rebellen als auch rechte Paramilitärs aktiv. Drei der insgesamt sieben Regionen der ölreichen Provinz sind so genannte Sicherheitszonen, die Präsident Alvaro Uribe zu Beginn seiner Amtszeit im vergangenen August zur Bekämpfung der Gewalt subversiver Gruppen eingerichtet hatte. Das Land leidet bereits seit fast 40 Jahren unter bürgerkriegsähnlichen Zuständen.

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