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15.01.2003

16:40 Uhr

Bürokratie und Ü berregelierung führen zur Erstarrung

Deutschland muss innovationsfreudiger werden

Die Innovationskraft der deutschen Industrie muss nach Ansicht des renommierten Unternehmensberaters Roland Berger dringend gestärkt werden. Mehr Innovationen bedeuteten mehr Wachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand, sagte Berger am Mittwoch in München.

dpa MÜNCHEN. Innovationsintensive Spitzentechnologien seien in Deutschland seit 1995 mit jährlich 9,8 Prozent fünf Mal so schnell wie innovationsarme Industrien gewachsen. Für entwickelte Volkswirtschaften wie Deutschland seien Innovationen daher als Wachstumstreiber von entscheidender Bedeutung.

Der Vergleich mit dem Innovationsführer USA falle für Deutschland eindeutig negativ aus. "Auf Grund zäher Bürokratie und Überregulierung, gepaart mit Besitzstandswahrung und Risikoaversion, lahmt unser Land auf dem Weg zur innovativen und wissensbasierten Dienstleistungsgesellschaft", mahnte Berger. Um im internationalen Wettbewerb aufzuholen, müssen die Ausgaben für Innovationen nach Ansicht von Berger von derzeit 2,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf 3,3 Prozent angehoben werden.

Von der Technischen Universität München wurde der scheidende Chef der gleichnamigen Unternehmensberatung mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. Berger (65) gibt seinen Posten Mitte des Jahres ab und wechselt an die Spitze des Aufsichtsrats der Roland Berger Strategy Consultants.

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