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02.01.2003

10:35 Uhr

Bundesanstalt für Arbeit kündigt Vermittlungsoffensive an

Clement: 2003 weniger als vier Millionen Arbeitslose

Bundesarbeitsminister Wolfgang Clement (SPD) hat sich trotz schlechter Prognosen weiterhin zuversichtlich gezeigt, die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2003 unter vier Millionen zu drücken.

Reuters BERLIN. "Ich gehe davon aus, dass es uns gelingen kann, die Arbeitslosigkeit in Deutschland in diesem Jahr unter vier Millionen zu bringen - auf das ganze Jahr gesehen", sagte Clement am Donnerstag im Deutschlandfunk. Damit zeigte er sich optimistischer als in der offiziellen Regierungsprognose vom Herbst, in der eine durchschnittliche Arbeitslosenzahl von 4,14 Millionen im kommenden Jahr erwartet wird. Clement fügte hinzu, niemand könne sagen, wann die Arbeitslosigkeit unter die in der vergangenen Legislaturperiode angepeilte Marke von 3,5 Millionen sinken werde. Die rot-grüne Bundesregierung werde mit den geplanten Reformen neuen Schwung in den Arbeitsmarkt bringen.

Das Münchener Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung hatte vor einigen Tagen einen Jahresdurchschnitt von 4,2 Millionen Arbeitslosen für 2003 vorausgesagt. Auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) erwartet für 2003 einen deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit. BDI-Präsident Michael Rogowski hatte in einem Interview gesagt, er rechne für das neue Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von einem Prozent und einer Arbeitslosenzahl von rund 4,5 Millionen im Herbst.

Vor zwei Wochen hatte die Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg bereits angekündigt, mit einer Vermittlungsoffensive die Zahl der Arbeitslosen im kommenden Jahr "signifikant" unter die Regierungsprognose zu senken. Dazu sollten die Zahl der Vermittler erhöht, Personal-Service-Agenturen aufgebaut und die Arbeitsförderung verbessert werden.

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