Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.06.2000

12:56 Uhr

Bundesrat stärkt Verbraucherschutz

Mehr Schutz vor Lockangeboten bei Kaffeefahrten und im Internet

Hat der Käufer den Verkäufer nicht zu Gesicht bekommen, soll er künftig eine Widerrufsfrist von sieben Tagen genießen. Beim Kreditkartenmissbrauch müssen die Banken nachweisen, dass der Verbraucher selbst die Karte genutzt hat.

vwd/ap BONN. Nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat Verbesserungen beim Verbraucherschutz für Geschäfte im Internet nach Änderungen im Vermittlungsausschuss gebilligt. Außerdem nahm die Länderkammer am Freitag in Bonn das neue Stiftungsrecht ebenfalls in der vom Vermittlungsausschuss geänderten Fassung an. Beide Gesetze können damit in Kraft treten. Mit dem so genannten Fernabsatzgesetz werden die Rechte der Verbraucher im Versandhandel jeder Art gestärkt. Es gilt für alle Geschäfte, bei denen sich Verkäufer und Käufer nicht zu Gesicht bekommen, ob per Telefon, Brief, Fax, E-Mail oder Internet.

Unter anderem wird eine einheitliche Widerrufsfrist von sieben Werktagen eingeführt. Unbestellt zugesandte Waren müssen die Kunden weder zurückschicken noch aufbewahren. Um betrügerische Gewinnversprechen einzudämmen, mit denen Kunden für "Kaffeefahrten" geködert werden sollen, wird ein gesetzlicher Anspruch auf Auszahlung des Gewinns eingeführt. Werden Kreditkartendaten missbräuchlich durch Dritte verwendet, trägt das Kreditinstitut die Beweislast. Die Bank muss nachweisen, dass der Verbraucher selbst mit seiner Karte gezahlt hat.



Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf "Zum Home-Bildschirm"

Auf tippen, dann "Zum Startbildschirm hinzu".

×