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08.01.2002

10:37 Uhr

Bundeswehr-Verband warnt vor Gefahren in Kabul

Gertz: Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan "sehr riskant"

Der Deutsche Bundeswehr-Verband sieht dem bevorstehenden Bundeswehreinsatz in Afghanistan mit Sorge entgegen.

afp BADEN-BADEN. Kurz vor dem Abflug des Vorauskommandos am Dienstagmorgen sagte der Verbandsvorsitzende Bernhard Gertz im Südwestrundfunk, es werde "ein sehr riskanter Einsatz" werden. Die Soldaten seien gut ausgebildet und auf den Umgang mit Minen und Sprengfallen vorbereitet. Doch gebe es Defizite in der Ausrüstung, beispielsweise bei den Fernmelde-Verbindungen. Zudem hielten sich in der Hauptstadt Kabul - entgegen dem Petersberger Abkommen - immer noch 10.000 Soldaten und weitere paramilitärische Kräfte auf. Dass ihnen lediglich 4000 bis 5000 Mann der Internationalen Schutztruppe gegenüberstünden, mache ihm doch "einige Sorgen", betonte Gertz.

Die 800 bis 1000 Mann, mit denen die Bundeswehr sich an der Mission beteiligen werde, seien "wirklich das letzte Aufgebot", fügte der Verbandsvorsitzende hinzu. Es handele sich nicht um einen geschlossenen Verband. Die Bundeswehr habe die Soldaten vielmehr aus vielen Einheiten "zusammenkratzen" müssen.

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