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26.01.2007

07:07 Uhr

Burnout-Syndrom

Die Selbstverbrenner

VonChristine Hunger (Business News)

Die 60-Stunden-Woche: kein Problem. Noch ein Projekt durchziehen: auch kein Problem. Alles zu schaffen, befriedigt schließlich auch. Magenschmerzen und Schlafstörungen können ausgeblendet werden, solange bis die Psyche streikt. Viele Berufstätige merken erst viel zu spät, dass sie ihre Grenzen überschritten haben. Die Diagnose lautet dann: Burnout-Syndrom.

Burnout: Die wenigsten Menschen geben gerne zu, dass sie unter Stress leiden.

Burnout: Die wenigsten Menschen geben gerne zu, dass sie unter Stress leiden.

Nach einer neuen Studie leiden mehr als 28 Prozent der Erwerbstätigen unter Stress. Bei rund 15 Prozent von ihnen mündet dies in ein so genanntes Burnout-Syndrom (Englisch: to burn out – ausbrennen) mit chronischer Müdigkeit, Nervosität, Schlafstörungen und Magenbeschwerden.

„Das Burnout-Syndrom ist eine Störung, eine Krankheit ist es aber nicht“, sagt der Burnout-Experte Matthias Burisch von der Universität Hamburg. Es ist zunächst einfach ein deutlicher Hinweis, dass die Betroffenen an ihre Belastungsgrenzen gestoßen seien.

Trotz der schwerwiegenden Folgen, die das Burnout-Syndrom für die Betroffenen haben kann, geben die wenigsten gern in einem frühen Stadium zu, dass sie unter Stress leiden. Viele fürchten, es würde ihnen als Schwäche ausgelegt. Aber genau diese Schlussfolgerung ist falsch. Vielmehr lautet ein häufig im Zusammenhang mit dem Thema Burnout zu lesender Satz: „Ausbrennen kann nur, wer auch (für eine Sache) gebrannt hat.“

Das Syndrom trifft vor allem Menschen, die aus ideellen Gründen viel Energie investieren und hohe Erwartungen an die Arbeit und ihre Leistungsfähigkeit stellen. Viele sind schon als Kind sehr leistungsbewusst aufgewachsen. Wenn das persönliche Engagement die eigenen Bedürfnisse deckt und erfolgversprechend ist, kann Stress positiv erlebt werden. Negativer Stress entsteht dagegen, wenn sich Anerkennung und Erfolg nicht mit den Erwartungen decken.

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