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24.01.2003

18:05 Uhr

Bush hat noch keine endgültige Entscheidung über einen Irak-Krieg getroffen

Ende der Fahnenstange rückt näher

Die Verweigerung der vertraulichen Befragung irakischer Wissenschaftler durch Uno-Waffeninspekteure ist nach Ansicht von US-Präsident George W. Bush inakzeptabel. Das sagte Präsidentensprecher Ari Fleischer am Freitag in Washington. Mit seinem Verhalten sorge der irakische Präsident Saddam Hussein dafür, dass "das Ende der Fahnenstange" noch näher rücke, warnte Fleischer.

HB/dpa WASHINGTON. Gleichzeitig betonte der Sprecher, dass Bush noch keine Entscheidung über einen möglichen Krieg getroffen habe. "Der Präsident glaubt immer noch, dass ein Krieg vermieden werden kann", sagte Fleischer.

"Der Präsident hält die irakische Weigerung, irakischen Wissenschaftlern vertrauliche Gespräche mit den UnoInspekteuren zu erlauben, für inakzeptabel", sagte Fleischer. "Darüber kann nicht verhandelt werden. Es gibt nichts zu debattieren. Saddam Hussein hat keine andere Wahl. Um den Frieden zu erhalten, muss der Irak die Wissenschaftler zu den vertraulichen Gesprächen anhalten, und zwar ohne Verzögerung und ohne Debatten", sagte Fleischer.

Nach der UnoResolution 1441 können die Inspekteure irakische Wissenschaftler befragen, die mit der Entwicklung biologischer, chemischer, atomarer oder ballistischer Waffen befasst waren. Dazu können die Wissenschaftler auch außer Landes gebracht werden.

Der stellvertretende US-Verteidigungsministers Paul Wolfowitz hatte am Donnerstag gesagt, die Regierung in Bagdad habe die Ermordung von Wissenschaftlern und deren Familien angeordnet, die mit den Inspekteuren zusammenarbeiten.

Nach Angaben der irakischen Regierung wollen die Wissenschaftler selbst nicht unter vier Augen mit den Waffeninspekteuren sprechen. In einem totalitären Regime wie dem Irak sei dies lachhaft, meinte Fleischer. "Saddam Husseins Weigerung ist ein weiterer Beweis dafür, dass der Irak etwas zu verbergen hat", sagte der Sprecher.

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