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22.01.2002

00:44 Uhr

Bush: Hilfe nur bei Wirtschaftsplan

Weiter Proteste in Argentinien

Trotz einer Lockerung der Sperrung der Bankkonten in Argentinien haben am Wochenende erneut zahlreiche Menschen gegen die Finanzpolitik der Regierung in Buenos Aires demonstriert.

dpa BUENOS AIRES. Dabei forderten sie auch die Verteilung von Lebensmitteln, die Schaffung von Arbeitsplätzen und den Rücktritt der als korrupt kritisierten Richter des Obersten Gerichtshofes. In den Provinzen Cordoba, Santiago del Estero und Entre Rios kam es am Freitag zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Dabei wurden nach Medienberichten mindestens 17 Menschen verletzt, 30 Demonstranten wurden festgenommen.

In der Hauptstadt Buenos Aires warfen Unbekannte am Samstag am Rande einer friedlichen Demonstration gegen das gewaltsame Vorgehen der Polizei während der Bürgerproteste Ende Dezember Molotow-Cocktails gegen zwei Banken und das Gebäude eines Rentenversicherers. Es entstand kein größerer Schaden.

Am Donnerstag hatte die argentinische Regierung unter dem Eindruck der Massenproteste die teilweise Sperrung von Bankkonten gelockert. So können die Sparer jetzt bis zu 5000 Dollar (5679 ?/10 101 DM) ihrer eingefrorenen Guthaben zum amtlichen Kurs von 1,40 Peso je Dollar in Pesos umtauschen. Pro Monat kann der Gegenwert von 500 Dollar in Peso zum amtlichen Peso-Kurs in bar abgehoben werden. Auch Guthaben zur Zahlung von Gehältern, Löhnen und Schulden wurden frei gegeben.

Die noch von der Regierung des früheren Präsidenten Fernando de la Rua verhängte Beschränkung bei Barabhebungen hatte vor allem die ärmeren Bevölkerungskreise getroffen, die sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten. Sie verfügen über keine Bankkonten und hätten Gehaltsschecks deshalb nicht einlösen können.

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