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05.02.2004

08:56 Uhr

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BVI: Überarbeitung der Wohlverhaltensregeln

Die deutsche Investmentbranche hat ihre vor einem Jahr in Kraft getretenen Wohlverhaltensregeln ...

Die deutsche Investmentbranche hat ihre vor einem Jahr in Kraft getretenen Wohlverhaltensregeln überarbeitet. Die Schlussbestimmungen der am 1. 1. 2003 in Kraft getretenen Wohlverhaltensregeln sehen vor, den Kodex vor dem Hintergrund nationaler und internationaler Entwicklungen regelmäßig zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen.
Die Kapitalanlagegesellschaften gewährleisten nach dem ergänzten Kodex, dass sich kein Anleger durch Kauf oder Verkauf von Anteilen an ihren Fonds zu bereits bekannten Anteilwerten Vorteile verschaffen kann. Dazu legt die Investment-Gesellschaft für jeden Fonds fest, bis zu welchem Zeitpunkt Aufträge für die Ausgabe und Rücknahme von Anteilen bei ihr oder der Depotbank vorliegen müssen (Order-Annahmeschluss). Nach Order-Annahmeschluss einge-hende Aufträge müssen zum Preis des darauf folgenden Abrechnungstags ausgeführt werden. Die Order-Annahmeschlusszeiten sind zu veröffentlichen und den Vertriebspartnern mitzuteilen.
Laut neuem BVI-Kodex treffen die deutschen Investment-Gesellschaften auch geeignete Maßnahmen gegen Zeitzonenarbitrage. Dazu gehören z.B. die sachgerechte Festlegung des Order-Annahmeschlusses oder die zeitnahe und sachgerechte Bewertung der Vermögensgegenstände des Fonds. Außerdem ergreifen die Kapitalanlagegesellschaften Maßnahmen, um Anleger vor Nachteilen durch kurzfristigen Kauf und Verkauf von Anteilen durch andere Anleger (Market Trading) zu schützen.
Die Regelungen stellen gleichzeitig eine Konkretisierung des neuen Investmentgesetzes dar, das am 1. 1. 2004 in Kraft trat. Dort heißt es: "Die Kapitalanlagegesellschaft muss so organisiert sein, dass das Risiko von Interessenkonflikten … zwischen verschiedenen Anlegern … möglichst gering ist" (§ 9 Abs. 3). Durch die Ergänzung der Wohlverhaltensregeln werden bereits heute in der Branche übliche Standards konkretisiert und vereinheitlicht.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 05.02.2004

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