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17.01.2001

10:51 Uhr

vwd BERLIN. Die Cargolifter AG, Berlin, versucht nach eigenen Angaben die Rolls Deutschland-Royce GmbH, Dahlewitz, und die MTU Maintenance Berlin-Brandenburg GmbH, Ludwigsfelde, an den weiteren Entwicklungskosten des geplanten Transportluftschiffs zu beteiligen. Das Unternehmen sei, so Vorstandsvorsitzender Carl von Gablenz in Berlin, mit beiden Turbinenbauern der Region als potenzielle Hauptzulieferer in Gesprächen über entsprechende Beteiligungen. Die weiteren Kosten bis zum Start der Serienproduktion in Höhe von insgesamt einer Mrd DEM werde Cargolifter über eine Kapitalanleihe im laufenden und eine weitere Kapitalerhöhung im kommenden Jahr finanzieren.

Kerninvestition mit 155 Mio DEM sei der im vergangenen Jahr abgeschlossene Bau der Werft im brandenburgischen Brand gewesen, erklärte von Gablenz. Cargolifter will laut von Gablenz im Sommer 2003 den ersten Prototyp eines Transportluftschiffs starten. Die Zulassungen durch das Luftfahrtbundesamt würden danach Schritt für Schritt erfolgen. Mit dem für 2004 geplanten Start der Serienproduktion werde bei New Bern im US-Bundesstaat North Carolina mit dem Bau einer zweiten Werft begonnen, sagte von Gablenz. Das Unternehmen werde ein weltweites Logistiknetz mit rund 20 Gateways für Cargolifter in Seehäfen errichten, um den Transport von Schwerlastgütern zunächst für die heute schon feststehenden 30 Kern-User nach projektbezogenen Preisen zu organisieren.

Der Markt für die Transportluftschiffe sei weitaus größer als zunächst erwartet, erklärte von Gablenz. Derzeit sei die Cargolifter AG, so von Gablenz, mit ihrem Transport-Luftschiffkonzept konkurrenzlos auf dem Weltmarkt. Vor jedem potenziellen Wettbewerber habe das Unternehmen durch den bereits erfolgten Bau der Werft einen Vorsprung von rund drei Jahren. Die Vorwürfe des Journalisten und Herausgebers des Online-Magazins "Pilot und Flugzeug", Heiko Teegen, zu einer angeblichen Undurchführbarkeit des Projekts wies von Gablenz erneut zurück. Die Berliner Staatsanwaltschaft hat kürzlich eine Strafanzeige Teegens wegen angeblichen Subventionsbetrugs der Cargolifter AG zurückgewiesen. Die Ermittlungen in der Zivilrechtsklage und der Strafrechtsanzeige des Unternehmens gegen Teegen dauern laut von Gablenz dagegen an

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