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15.01.2001

11:20 Uhr

CDU-Spendenaffäre

Vernehmung von Waffenhändler Schreiber

In der CDU-Spendenaffäre wird Karlheinz Schreiber am Montag eine Aussage im deutschen Konsulat in Kanada machen. Die Vernehmenung soll klären, an wen die 100.000-Mark Spende ging.

ap BERLIN. Der Waffenhändler Karlheinz Schreiber wird am Montag im kanadischen Toronto wegen der 100 000-Mark-Spende an die CDU vernommen. Wie das Auswärtige Amt in Berlin mitteilte, findet die Vernehmung in den Räumen des deutschen Konsulats statt. An den Befragung nehmen ebenfalls zwei Berliner Staatsanwälte teil, die am Wochenende nach Kanada geflogen waren.

Nach Angaben einer Justizsprecherin haben die Berliner Ermittler ein Frage- und Anwesenheitsrecht bei der Vernehmung des Waffenlobbyisten. Das Verfahren wird aber von der deutschen Generalkonsulin geleitet. Die Staatsanwälte sollen den Angaben zufolge eine Woche in Toronto bleiben. Die Vernehmung von Schreiber soll klären, an wen die Spende von 100 000-Mark übergeben wurde. Der frühere CDU-Chef Wolfgag Schäuble und die frühere Schatzmeisterin Brigitte Baumeister hatten dazu widersprüchliche Aussagen gemacht.

Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der falschen uneidlichen Aussage vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss gegen Schäuble und Baumeister. Schreiber, gegen den ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Augsburg vorliegt, hatte sich zu der Vernehmung mit den Worten bereit erklärt: "Meine Aussage wird das Lügengebäude, das Herr (Wolfgang) Schäuble aufgebaut hat, zusammenbrechen lassen."



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