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20.06.2000

14:22 Uhr

CDU und CSU holen in der Wählergunst weiter auf

Union und FDP weit vor Rot-Grün

Nach einer Umfrage des Forsa-Instituts käme die Union derzeit bei einer Bundestagswahl auf 38 %, die SPD hingegen nur auf 36 %.

ap HAMBURG. Die Unionsparteien CDU und CSU holen in der Wählergunst weiter auf. Nach einer am Dienstag veröffentlichten und von der Zeitschrift "Die Woche" in Auftrag gegebenen Umfrage des Forsa-Instituts käme die Union derzeit bei einer Bundestagswahl auf 38 %, die SPD hingegen nur auf 36 %. Das ist der schlechteste Wert für die Sozialdemokraten seit November 1999. In diesem Monat hatte die Spendenaffäre der CDU ihren Anfang genommen und den Sozialdemokraten einen vorübergehenden Höhenflug beschert.

Laut Forsa setzt sich auch der Aufwärtstrend der Freien Demokraten fort, die zurzeit auf bundesweit zehn Prozent kämen. Dagegen würden die Grünen mit sechs Prozent nur knapp die Fünf-Prozent-Hürde überwinden. CDU/CSU und Freie Demokraten hätten, wenn am vergangenen Sonntag Bundestagswahl gewesen wären, im Parlament mit 48 % ein klares Übergewicht. Selbst zusammen mit der PDS, der gegenwärtig fünf Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme geben würden, würde es für die heutigen Regierungsparteien nicht mehr reichen.

Im Gegensatz zu dem seiner Partei ist das Ansehen von Bundeskanzler Gerhard Schröder wieder gestiegen. Könnten die Deutschen den Regierungschef direkt wählen, bekäme der SPD-Vorsitzende 40 % der Stimmen und die CDU-Chefin Angela Merkel 36 %. Wäre der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber Kanzlerkandidat der Union, läge Schröder sogar mit 42 zu 31 % vorn. Forsa hatte vom 13. bis 16. Juni insgesamt 2 006 Bundesbürger repräsentativ befragt.

In einer weiteren Umfrage des Instituts bezeichneten 46 % der Deutschen den von Bundesregierung und Stromwirtschaft vereinbarten Atomausstieg nach 32 Jahren für einen Erfolg der Grünen. Nur 34 % sehen darin kein gutes Verhandlungsergebnis. Die Anhänger der Grünen selbst beurteilen den Kompromiss weit kritischer: Nur 30 % sprechen von einem Erfolg ihrer Partei, 37 % sind dagegen unzufrieden. In dieser Sache befragte Forsa am 16. und 17. Juni 1 003 Bundesbürger.



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