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29.05.2000

10:49 Uhr

ap ERFURT. Die beiden großen Volksparteien in Thüringen haben am Montag eine positive Bilanz der Landrats- und Bürgermeisterwahlen gezogen. Obwohl die CDU bei dem Stichwahlen am Sonntag drei Landratsposten an die SPD abgeben musste, wertete der stellvertretende CDU-Landesvorsitzende Dieter Althaus die Wahlen insgesamt als Erfolg. Die CDU sei stärkste kommunalpolitische Kraft im Freistaat geblieben, sagte Althaus. Der SPD-Landesvorsitzende Christoph Matschie nannte das Ergebnis überragend für seine Partei. Von 20 Stichwahlen, an denen SPD-Kandidaten beteiligt gewesen sein, habe sie elf gewonnen, sagte Matschie. Die Sozialdemokraten wollten sich weiterhin für eine bürgernahe Politik einsetzen.

In den Landkreisen Gotha, im Altenburger Land und im Kreis Saalfeld-Rudolstadt hatte die SPD bei den kommunalen Stichwahlen am Sonntag drei CDU-Landräte von ihren Posten verdrängt. Die Sozialdemokraten Siegfried Liebezeit, Sieghardt Rydzewski und Marion Philipp siegten gegen die bisherigen Amtsinhaber. Dagegen konnten sich die Oberbürgermeister in den kreisfreien Städten Jena, Suhl, Eisenach und Gotha gegen ihre Herausforderer behaupten. Die Beteiligung an der Stichwahl betrug nur 35,6 %. Vor zwei Wochen war die Wahlbeteiligung mit 45,7 % bereits so niedrig wie noch nie im Freistaat.

In Thüringen waren rund 650 000 Wahlberechtigte aufgefordert, zwischen den Kandidaten zu entscheiden, die bei den Kommunalwahlen vor zwei Wochen die meisten Stimmen erzielt hatten.

In Jena setzte sich der FDP-Politiker Peter Röhlinger gegen den SPD-Bewerber durch, in Suhl siegte Martin Kummer von der CDU gegen die Kandidatin der PDS. In Eisenach gewann der CDU-Oberbürgermeister Gerhard Schneider die Stichwahl gegen den SPD-Kandidaten. Der Oberbürgermeister von Gotha, der SPD-Politiker Volker Dönitz, besiegte seinen Herausforderer von der CDU.

Damit gehören von den insgesamt 22 Landräten und Oberbürgermeistern der kreisfreien Städte Thüringens 13 der CDU an, fünf der SPD, einer der FDP, drei sind parteilos.



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