Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.02.2001

12:04 Uhr

Die Zukunft im Web sieht rosig aus. Der Anleger streift durch Fonds-Supermärkte, die sich mit Sonderangeboten überbieten, auf seinem Handy-Display sieht er täglich seine Depotstruktur, und als Spielerei lässt er die Performance ähnlicher Produkte von verschiedenen Gesellschaften in Kurvenform gegeneinander laufen. Wenn man den Blick von der Kristallkugel abwendet, sieht die Realität nicht ganz so wunderbar aus. Gerade bei den Fondsgesellschaften im Netz bemängelte die Unternehmensberatung Mummert + Partner im vergangenen November das "oft magere Angebot". Seitdem, so Business Consultant Peter Dommers, seien zwar zahlreiche Verbesserungen im Zuge von Überarbeitungen (Relaunches) erfolgt, "von der Grundtendenz her hat das Urteil aber noch Bestand". Immer noch seien die Fondsgesellschaften vorsichtig bei der Umsetzung ihrer Web-Strategien, da sie eine "Kannibalisierung" der herkömmlichen Vertriebsschienen befürchteten. Trotzdem werde die Evolution von "Informationen über Interaktivität hin zur Transaktion" unaufhaltsam fortschreiten, meint Dommers. Das "Wall Street Journal Europe" schätzte jüngst, dass sich der Anteil des Neugeschäfts, der in Deutschland über das Internet abgewickelt wird, von geschätzten zwei Prozent im vergangenen Jahr bis 2003 auf 22 Prozent erhöhen wird. Wer sich als privater Anleger ein Urteil darüber bilden will, wie weit die Anstrengungen seiner Fondsgesellschaft gediehen sind, kann eine Art Kriterienliste erstellen. Gute Web-Auftritte umfassen:
>> Informationen über die Fondsgesellschaft und deren Produkte, also etwa über die Anlagestrategie bzw. den Investment-Stil.
>> Fragebögen zur Erstellung von Anleger- und Risikoprofilen.
>> Ratings zu den einzelnen Fonds.
>> Darstellungen der Wertentwicklung über variabel einstellbare Zeiträume, Vergleichsindizes (Benchmarks) und die Darstellung der historischen Performance seit Auflegung.
>> Nennung der Branchen- und Länderallokation plus Top-Holdings bei mindestens monatlicher Aktualisierung der Daten. Außerdem Angaben zum Fondsmanagement und Benachrichtigung bei dessen Veränderungen.
>> tagesaktuelle Ausgabe- und Rücknahmepreise sowie Ausschüttungsdaten.
>> Infos zu den Konditionen (Ausgabeaufschlag, Verwaltungsvergütung).
>> Fondsprospekte zum Herunterladen auf den PC.
>> E-Mail-Services für Produktneuheiten oder Preis-Kurs-Infos.
>> Angebot für Direkterwerb und Fondstausch.
>> Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme via E-Mail, wobei die Anfragen innerhalb von zwei Werktagen beantwortet sein sollten. pk

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×