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10.01.2002

16:39 Uhr

Chef muss gehen

Verluste bei US-Tochter der Münchener Rück

Die US-Tochter des weltgrößten Rückversicherers Münchener Rück hat das abgelaufene Geschäftsjahr auch wegen der Terroranschläge erneut mit einem Verlust abgeschlossen. Der bisherige Vorstandschef der American Re, Edward J. Noonan, müsse das Unternehmen aus diesem Grund Ende März verlassen, teilte die Münchener Rück am Donnerstag in München mit. "Er hat es trotz aller Bemühungen nicht geschafft, die Gesellschaft wieder in den profitablen Bereich zu führen", sagte eine Münchener Rück-Sprecherin.

dpa MÜNCHEN. Es sei vereinbart gewesen, im Jahr 2001 die Gewinnschwelle zu erreichen. Selbst ohne die Schäden durch die Terroranschläge sei dieses Ziel aber verfehlt worden. Die genauen Zahlen sollen am 1. April bekannt gegeben werden. Nachfolger von Noonan, der seit März 1997 an der Spitze der American Re stand, werde der bisherige Kanada-Chef John P. Phelan.

Allein im dritten Quartal hatte die American Re Corporation vor allem wegen der Terroranschläge am 11. September einen Verlust von 506,5 Mill. $ (rund 1,1 Mrd. DM/577 Mill. ?) verbucht. Mehr als die Hälfte der Summe entfielen auf die Folgen der Terroranschläge. Im Gesamtjahr 2000 war nach Angaben der Sprecherin ein Verlust von rund 64 Mill. $ entstanden.

Im dritten Quartal musste auch die Münchener Rück infolge der Terroranschläge einen Milliardenverlust verkraften. In den ersten neun Monaten blieb damit aber noch ein Überschuss in Höhe von 85 Mill. ? übrig. Auch für das Gesamtjahr 2001 rechnete die Münchener Rück mit einem positiven Ergebnis und einem Umsatzwachstum von mehr als 10 % auf über 34 Mrd. ?. Für dieses Jahr erwartet der Konzern unter anderem durch Preiserhöhungen wieder einen Rekordgewinn.

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