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23.01.2002

11:15 Uhr

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Chef ohne Büro

VonThomas Nonnast (Redakteur beim Handelsblatt)

Manche mögen IBM Deutschland-Chef Erwin Staudt beneiden. Der Top-Manager ist Vorgesetzter von mehr als 20 000 Mitarbeitern und verantwortet mehrere Milliarden Euro Umsatz. Nur über ein eigenes Büro - an dessen Größe und Ausstattung sich Jahrhunderte lang Status und Erfolg der Firmenlenker bemessen hat, verfügt Staudt nicht mehr.

Vor einiger Zeit haben die Mitarbeiter in der Deutschland-Zentrale des weltweit größten IT-Konzerns ihre festen Arbeitsplätze gegen Rollcontainer aus Aluminium getauscht. Jeden Morgen suchen sich die Mitarbeiter einen freien Schreibtisch und stöpseln Telefon und Notebook in sogenannte E-Konsolen. "Auf diese Art und Weise bringen wir zusätzlich mehrere hundert Mitarbeiter in denselben Räumlichkeiten unter", freut sich Staudt.

Da wollte der Chef mit gutem Beispiel voran gehen und schlug seinen Schreibtisch im Großraumbüro auf. "Die meisten meiner Telefongespräche sind ohnehin alles andere als geheim", berichtet der IBM-Chef über die Erfahrungen mit der zusätzlich gewonnnen Mitarbeiternähe. Außerdem, so Staudt, sei die Zeit der "über den Dingen schwebenden Chefs ohnehin vorbei".

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