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09.07.2000

16:03 Uhr

dpa RAMALLAH. Die palästinensische Autonomiebehörde will ein Referendum in den autonomen Gebieten und unter Exil-Palästinensern abhalten, falls sich Israelis und Palästinenser bei dem kommenden Nahost-Gipfeltreffen in Camp David auf ein Friedensabkommen einigen. Dies kündigte der frühere palästinensische Chefunterhändler Jassir Abed Rabbo am Sonntag kurz vor seiner Abreise zu der Konferenz an. Auch der israelische Ministerpräsident Ehud Barak will das erhoffte dauerhafte Friedensabkommen durch die eigene Bevölkerung billigen lassen.

Abed Rabbo forderte zwei Tage vor Beginn der historischen Konferenz eine internationale Beobachtergruppe, falls sich beide Seiten auf einen Vertrag einigen. Diese sollte die Erfüllung der Vereinbarungen mit Israel überwachen, meinte der Politiker. "Wir trauen den Israelis nicht", meinte Rabbo. Israelische Regierungen hätten immer wieder unterzeichnete Abkommen nicht eingehalten, einschließlich des von Barak selbst unterzeichneten Abkommens von Scharm el Scheich im September 1999. An einer solchen Gruppe sollten auch die Europäer beteiligt sein, meinte Rabbo.

Die Palästinenser werden mit einer 50 Personen starken Delegation in Camp David vertreten sein. Das Verhandlungsteam besteht jedoch aus nur zwölf Politikern und Experten. Rabbo sagte vor seiner Abreise nach USA: "Wir gehen mit gutem Willen, guten Absichten und großen Hoffnungen auf ein positives Ergebnis."

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