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07.02.2001

17:20 Uhr

Chipfabrik in Brandenburg

Intel beteiligt sich an Chipfabrik in Frankfurt (Oder)

Der weltweit größte Halbleiterhersteller Intel will in den Bau einer drei Milliarden Mark teuren Chipfabrik in Frankfurt (Oder) investieren. Zudem unterzeichnete Brandenburgs Wirtschaftsminister Wolfgang Fürniß (CDU) ein Kooperationsabkommen mit der Regierung des Emirates Dubai.

adx POTSDAM/FRANKFURT (ODER). Der weltweit größte Halbleiterhersteller Intel will in den Bau einer drei Mrd. Mark teuren Chipfabrik in Frankfurt (Oder) investieren. Der Start für das Unternehmen mit seinen bis zu 1.500 Arbeitsplätzen erfolgte am Mittwoch in Potsdam. Das brandenburgische Wirtschaftsministerium gründete mit Beteiligung von Intel und dem Institut für Halbleiterphysik (IHP) Frankfurt (Oder) die Communicant Semiconductor Technologies AG (Communicant).

Zudem unterzeichnete Brandenburgs Wirtschaftsminister Wolfgang Fürniß (CDU) ein Kooperationsabkommen mit der Regierung des Emirates Dubai. Darin verpflichtet sich Dubai, "im erheblichen Umfang" in die geplante Fabrik zu investieren. Die Produktionsstätte der neuen Communicant in Frankfurt (Oder) soll im dritten Quartal 2002 betriebsbereit sein.

Fürniß betonte, die Finanzierung werde zu einem erheblichen Teil aus privaten Investments und durch Fördermitteln des Bundes und des Landes gesichert. Er gehe davon aus, dass weitere Technologiepartner dem Konsortium beitreten. Entsprechende Verhandlungen seien bereits relativ weit gediehen. Er begrüßte, dass "erstmalig" eine in den neuen Ländern entwickelte Spitzen-Technologie "in ein Investitionsvorhaben mit erheblicher internationaler Beachtung umgesetzt" werde.

Der designierte Leiter des Werks, Klaus Wiemer, verwies auf die Tradition des Standortes, der bereits zu DDR-Zeiten ein Zentrum der Halbleiterherstellung gewesen sei, und die Unterstützung durch das Land sowie der Stadt. Zunächst sei der Bau eines Werkes geplant. Langfristig biete das Gelände aber Platz für drei Fabriken. Zudem soll später ein vergleichbares Werk in Dubai entstehen. Die Fabrik wird Wiemer zufolge Chips herstellen, die mobile Verbindungen mit dem Internet ermöglichen. Die genutzten Schlüsseltechnologien sind nach Angaben des IHP-Direktors, Abbas Oumazd, "billiger, schneller und besser" als die bislang auf dem Markt verfügbaren. Sie würden die Leistungsfähigkeit von zwei Chips auf einem vereinen.

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