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16.04.2003

08:17 Uhr

Chipsparte weiterhin belastet

Motorola verdient 169 Millionen Dollar

Die Motorola Inc., der zweitgrößte Handyanbieter der Welt nach Nokia, hat trotz eines leicht rückläufigen Umsatzes im ersten Quartal 2003 einen Gewinn verbucht. Im ersten Quartal 2003 konnte der Konzern 18 Prozent mehr Handys verkaufen.

HB/dpa SCHAUMBURG. Der Quartalsumsatz fiel gegenüber den ersten drei Monaten des Vorjahres um 2 Prozent auf 6 Mrd. Dollar. Das Unternehmen verdiente 169 Mill. Dollar (156 Mill. Euro) oder 7 Cent je Aktie gegenüber einem Verlust von 449 Mill. Dollar oder 20 Cent je Aktie im entsprechenden Vorjahresabschnitt. Dies gab Motorola am Dienstag nach Börsenschluss bekannt.

Unter Ausklammerung von Sonderfaktoren verdiente Motorola 1 Cent je Aktie gegenüber roten Zahlen von 8 Cent je Aktie im ersten Quartal 2002. Damit erfüllte das in Schaumburg (Illinois) ansässige Unternehmen die Wall-Street-Erwartungen. Motorola-Präsident Mike Zafirovski verwies auf das sehr schwierige wirtschaftliche Umfeld für die Technologieunternehmen und Motorola.

Motorola steigerte seinen Umsatz in der Handy-Sparte um 2 Prozent auf 2,4 Mrd. Dollar. Die Sparte verbuchte einen operativen Gewinn von 114 Mill. Dollar gegenüber roten Zahlen von 35 Mill. Dollar in der entsprechenden Vorjahreszeit. Es gab allerdings einen Auftragsrückgang um sechs Prozent auf 2,5 Mrd. Dollar.

Motorola hat im ersten Quartal 2003 insgesamt 16,7 Millionen Handys verkauft, plus 18 Prozent. Der Absatz stieg schneller als der Umsatz, weil es einen Nachfragewechsel von teureren auf billigere Modelle gab. Der globale Marktanteil habe sich auf 19 Prozent erhöht gegenüber 16 Prozent vor zwölf Monaten.

Die Chip-Sparte steigerte den Umsatz um 2 Prozent auf 1,2 Mrd. Dollar, doch sackte der Auftragseingang um 16 Prozent auf 1,1 Mrd. Dollar ab. Der Geschäftsbereich hat seinen operativen Verlust von 238 Mill. Dollar auf 121 Mill. Dollar verringert. Die anderen Sparten von Motorola wiesen unterschiedliche Ergebnisse auf.

Motorola-Konzernchef Christopher B. Galvin erwartet für das zweite Quartal 2003 einen Umsatz von 6,4 bis 6,6 Mrd. Dollar und einen Gewinn pro Aktie von einem bis 3 Cent. Der Jahresumsatz dürfte 27,5 bis 28 Mrd. Dollar erreichen und der Gewinn pro Aktie 35 bis 40 Cent.

Die Aktien des Unternehmens legten nach Vorlage der Geschäftsergebnisse am Dienstag in New York nachbörslich kräftig um rund sechs Prozent auf 8,40 Dollar zu.

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