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18.01.2001

15:45 Uhr

Chris Patten in Moskau

EU-Außenkommissar Patten stellt Strategien für Kaliningrad vor

Die isolierte russische Exklave Kaliningrad stünde, nach Worten Pattens, vor großen Problemen bei Reise- und Warenverkehr, sobald Polen und Litauen in die EU aufgenommen worden seien. Das Gebiet dürfe nicht zum Zankapfel zwischen Rußland und der EU werden.

dpa MOSKAU. Der EU-Außenkommissar Chris Patten hat am Donnerstag in Moskau Strategien der Europäischen Union für die russische Exklave Kaliningrad vorgestellt. Das Gebiet um das frühere deutsche Königsberg dürfe "nicht zum Zankapfel zwischen Russland und der EU" werden, sagte Patten nach Angaben der Agentur Interfax. Nach einer Aufnahme Polens und Litauens in die EU stünde die isolierte russische Exklave vor großen Problemen beim Reise- und Warenverkehr und bei der Energieversorgung aus Russland.

Gelinge die Kooperation und die Förderung der Region Kaliningrad, profitiere ganz Russland von der Osterweiterung der EU, sagte Patten in Moskau. Als Verhandlungspunkte werden von der EU Zoll- und Grenzkontrollen, die Regelung der Verkehrskorridore, die Bekämpfung der organisierten Kriminalität, Umweltfragen und die Energieversorgung genannt.

Die nukleare Sicherheit sei eines der wichtigsten Themen in den beiderseitigen Beziehungen. Die EU sei beunruhigt über den Zustand von etwa 300 stillgelegten Atomreaktoren in Nordrussland an Bord von ausrangierten U-Booten und an Land, sagte Patten. Dies sei ein Fünftel aller auf der Welt gebauten Atomreaktoren. Die Reaktoren würden unsachgemäß gelagert, kritisierte Patten. Ein EU-Projekt solle Russland bei der Beseitigung der radioaktiven Abfälle helfen.

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