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30.06.2000

18:04 Uhr

dpa WASHINGTON. In den USA ist die digitale Unterschrift künftig rechtsverbindlich. Damit können praktisch alle Geschäfte mit einer digitalen Unterschrift über das Internet besiegelt werden. Präsident Bill Clinton unterzeichnete am Freitag das neue Gesetz. Bei einer Zeremonie in Philadelphia im Bundesstaat Pennsylvania benutzte Clinton zunächst einen "altmodischen" Füller und unterschrieb dann noch einmal mit digitaler Technik.

Clinton zeigte sich zuversichtlich, dass die digitale Unterschrift viele Geschäfte vereinfachen und auch die Archivierung von Verträgen erleichtern werde. "Bald werden ganze Lagerhallen voller Papier durch Computer von der Größe eines Videorekorders ersetzt werden", sagte Clinton.

Hauskäufer können damit ihre Hypothekarkredite per E-Mail aufnehmen. Autokäufe über das Internet werden ebenso möglich wie rechtsgültige Online-Verträge von Firmen untereinander. Die Befürworter des Gesetzes erwarten einen gewaltigen Schub für den Onlinehandel. Bisher hätten viele Vertragsabschlüsse über das Internet gescheut, weil sie Fälschungen befürchteten. Die verschlüsselte digitale Unterschrift soll Verträge sicherer machen.

Die Debatte über das Gesetz hatte zwei Jahre gedauert, da die Demokraten befürchteten, der Verbraucherschutz könnte durchlöchert werden. Sie hatten Sorge, dass Firmen oder Hausverwalter Benachrichtigungen über Preiserhöhungen oder Kündigungen per E-Mail verschicken könnten, ohne sicher zu stellen, dass die Kunden auch die notwendige Technik haben, um die Nachricht zu empfangen. Damit hätten die Kunden Einspruchsfristen versäumen können. Nun müssen Firmen zunächst klären, ob ihre Kunden die technischen Voraussetzungen besitzen, bevor sie Verträge oder ähnliche Dokumente verschicken.

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