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31.01.2011

12:30 Uhr

Cloud Computing

„Entscheidungsträgern fehlt häufig das Know-How“

Mehrere Fraunhofer-Institute haben sich im September zu einer Cloud-Computing-Allianz zusammengeschlossen. Zu den Zielen befragte Mathias Peer den Sprecher der Initiative, Jürgen Falkner.

Jürgen Falkner, Sprecher der Cloud-Computing-Allianz Pressebild

Jürgen Falkner, Sprecher der Cloud-Computing-Allianz

Handelsblatt: Wie gut läuft Ihr Angebot?

Jürgen Falkner: Das Ziel der Gründung war es, für Kunden und Forschungspartner eine zentrale Anlaufstelle zu schaffen. Wir können jetzt Dienstleistungen und Produkte aus einer Hand anbieten. Die Resonanz darauf ist sehr gut. Auf Messen und Konferenzen haben wir bereits konkrete Anfragen bekommen.

Handelsblatt: Sie erforschen, wann sich die Cloud-Technologie überhaupt lohnt. Sind die Erwartungen daran häufig zu hoch?

Falkner: Cloud Computing befindet sich zurzeit ganz oben auf der Hype-Welle. Insofern gibt es auch überzogene Erwartungen. Cloud Computing bietet viele Möglichkeiten, man sollte sich aber im Klaren darüber sein, dass auch Kosten damit verbunden sind und sich nicht alles in jeder Situation wirtschaftlich lohnt.

Handelsblatt: Das Bundeswirtschaftsministerium kritisiert die lange Umsetzungsdauer von Forschungsergebnissen. Teilen Sie diese Diagnose?

Falkner: Es ist richtig, dass die Umsetzung schneller vorangehen könnte. Das liegt aber weniger am Technologietransfer als am Informationsdefizit bei den Entscheidungsträgern. Die meisten kennen einerseits große Verheißungen und auf der anderen Seite die Unkenrufe. Die Frage, ob sich die Cloud lohnt, kann aber nicht in ein Schwarz-Weiß-Schema gepresst werden. Differenzierte Antworten setzen sich meist etwas schwerfällig durch.

Handelsblatt: Kommt das "Aktionsprogramm Cloud Computing" der Bundesregierung zu spät?

Falkner: Im Vergleich zu anderen Staaten liegen wir in Deutschland ganz gut in der Zeit. In dem Aktionsprogramm arbeiten Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen. Nur so kann Cloud Computing der Durchbruch gelingen. Es ist ein neues Paradigma in der IT, das klare Mehrwerte bietet. Und die müssen sich auf dem Markt erst durchsetzen.

Kommentare (1)

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Knowhow?

31.01.2011, 18:09 Uhr

Will man jetzt über Negativschiene etwas verkaufen, das man nur selten mal braucht? Z.b. kann man auf das Cloud-Computing zurück greifen, um einen Schlüssel zu knacken. Aber wer macht das schon, ausser vielleicht staatlichen Stellen, die eh Zugang zu Supercomputern haben?

Das Problem ist, dass die meiste Software leider nicht für Parallelcomputing entwickelt wurde...

Und damit geht die Cloud, ähnlich wie das 3D-TV am aktuellen Markt vorbei und wird vielleicht in 10 Jahren wieder aufgegriffen werden...

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