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18.02.2002

18:18 Uhr

Cobra-Anteil an Commerzbank unverändert

Cobra begrüßt Beteiligungserhöhung

Nach den Worten von Cobra-Geschäftsführer Hansgeorg Hofmann hat sich der Anteil des Commerzbank-Großaktionärs durch die überraschende Anteilsaufstockung der WCM AG an dem Geldinstitut nicht verändert.

rtr FRANKFURT. "Wir haben damit nichts zu tun und kontrollieren weiterhin 9,98 % an der Commerzbank", sagte Cobra-Geschäftsführer Hansgeorg Hofmann am Montag. Insgesamt begrüße er die Beteiligungserhöhung der im M-Dax notierten WCM auf 5,5 % an Deutschlands viertgrößter Bank. Dies gelte umso mehr, als WCM-Großaktionär Karl Ehlerding in der Vergangenheit mehrfach mit den Cobra-Investoren um Klaus-Peter Schneidewind und Clemens Vedder erfolgreich zusammengearbeitet habe.

Die Commerzbank sei mittelfristig nach wie vor ein Kandidat für eine Fusion mit einem Partner im In- oder Ausland, betonte Hofmann. Dies gelte ungeachtete der vor einigen Monaten eingestellten Gespräche der Commerzbank mit der italienischen Bank Unicredito. "Zuerst muss die Bank sich aber von einigen Randaktivitäten trennen, damit sie profitabler und fokussierter wird." Derzeit sei auch der Commerzbank-Aktienkurs zu niedrig, um die Zustimmung der Anteilseigner zu einer Fusion zu erreichen. Wenn die Bank sich auf Deutschland und Europa als Kerngeschäft konzentriere, sei sie mittelfristig ein attraktiver Partner. "Bei einem Zusammenschluss etwa mit der Hypo-Vereinsbank wären die Synergie-Effekte natürlich höher als bei einem ausländischen Partner", sagte Hofmann.

WCM hatte zuvor mitgeteilt, das Unternehmen habe seinen Anteil an der Commerzbank von rund einem auf etwa 5,5 % erhöht und plane eine weitere Aufstockung auf knapp unter zehn Prozent. Ein Commerzbank-Sprecher sagte, die Bank sei vorher über die Anteilsaufstockung informiert worden.

Erst vor einem Monat hatte die Münchener Rück ihren Anteil an der Commerzbank auf 10,4 % erhöht und damit Übernahmespekulationen genährt sowie zu einem Kursgewinn der Commerzbank-Aktie von rund zehn Prozent beigetragen. Der Rückversicherer hält rund 25 % an der HVB.

Neben WCM, Münchener Rück und Cobra halten die italienische Versicherungsgruppe Generali 9,9 % und die spanische Bank Santander Central Hispano 4,8 % an der Commerzbank.

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