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02.08.2000

17:22 Uhr

dpa-AFX LONDON. Die britische Bankgruppe HSBC hat einen Bericht dementiert, demzufolge sie vom Commerzbank-Großaktionär CoBra Optionen auf sieben Prozent der Bankaktien erworben haben soll. "An diesem Artikel ist absolut nichts dran", sagte eine Banksprecherin am Mittwoch in London. "Focus-Money" hatte unter Berufung auf Frankfurter Finanzkreise vorab gemeldet, die Beteiligungsgruppe CoBra habe die Anteilsoptionen über London an HSBC abgestoßen.



CoBra-Geschäftsführer Hansgeorg Hofmann hatte zuletzt angekündigt, bis Ende September einen neuen Fusionspartner für die Commerzbank zu präsentieren. Er lehnte ebenso jeden Kommentar zu dem Magazinbericht ab wie die Commerzbank. Der Kurs der Bankaktie legte zwischenzeitlich 4,0 Prozent zu und lag am Nachmittag bei 39 Euro (76,28 Mark) noch gut 2,6 Prozent über dem Schlusskurs vom Vortag.



Der HSBC-Gruppe wird seit längerem Interesse an einem Einstieg bei der fünftgrößten deutschen Bank nachgesagt. CoBra hat Zugriff auf 17 Prozent des Commerzbank-Kapital. Das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen (BAKred) untersagte der Beteiligungsgesellschaft allerdings im vergangenen Monat, ihre Stimmrechte für diese Anteile auszuüben. Gegen diese Entscheidung zog die Gruppe vor das Verwaltungsgericht Berlin. Hofmann hatte sich schon vor dem Scheitern der Fusionsgespräche zwischen Commerzbank und Dresdner Bank Ende vergangenen Monats gegen diese Fusion und für einen Schritt der Commerzbank über die Grenzen des nationalen Marktes eingesetzt.



Unterdessen sagte der Aufsichtsratschef der HypoVereinsbank, Kurt Viermetz, weitere Änderungen voraus. "Es wird künftig eine viel größere Spezialisierung im Bankbereich geben", sagte Viermetz der Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit" in einem vorab verbreiteten Interviewauszug. "Wenn man im deutschen Markt neben einer großen Investmentbank, sagen wir, zwei große Filialbanken hat, dann ergibt das zusammen mit einigen Großsparkassen eine wesentlich sinnvollere Struktur, als wir sie heute haben. Die Konsolidierung muss also weitergehen." Die privaten Großbanken stünden unter "ungeheurem Druck", betonte Viermetz: im internationalen Vergleich seien "selbst die besten deutschen Ergebnisse noch nicht gut genug."

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