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29.01.2003

12:33 Uhr

Comeback im Gremium

ZEW-Chef Franz wird neuer Wirtschaftsweiser

Der Mannheimer Volkswirtschaftler Wolfgang Franz wird wieder Mitglied im Sachverständigenrat der Bundesregierung zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Das sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums am Mittwoch in Berlin.

HB/dpa MANNHEIM/BERLIN. Franz soll den Präsidenten des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, Horst Siebert, ablösen, der im März in den Ruhestand geht. Der neue Sachverständige hatte dem Gremium der "Fünf Weisen" bereits von 1994 bis 1999 angehört. Er gilt als anerkannter Arbeitsmarktexperte.

Franz war bei seiner ersten Nominierung auf Vorschlag der Gewerkschaften berufen worden. Als er sich für eine Liberalisierung des Arbeitsmarktes eingesetzt hatte, soll Franz bei den Gewerkschaften in Ungnade gefallen sein. Nun soll sich die Wirtschaftsseite für die Berufung des Präsidenten des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim stark gemacht haben.

Der "Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung" legt einmal im Jahr ein Gutachten zur aktuellen Lage und der künftigen Wirtschaftsentwicklung vor. Das Gremium wurde im August 1963 vom Bundestag ins Leben gerufen. Anfang 1965 wurde das erste Gutachten zur gesamtwirtschaftliche Lage vorgelegt: "Stabiles Geld - Stetiges Wachstum".

Die Gutachten der "Fünf Weisen" müssen bis zum 15. November vorliegen. Damit können Regierung und Parlament noch einmal die Daten und Erwartungen überprüfen, bevor der nächste Haushalt verabschiedet wird. Dazu trägt auch das Oktober-Gutachten der führenden sechs Wirtschaftsinstitute bei, die zudem regelmäßig auch ein Frühjahrsgutachten präsentieren.

Zurzeit sitzt der Regensburger Wirtschaftswissenschaftler Wolfgang Wiegard dem Rat vor. Weiter gehören ihm der Rentenexperte Bert Rürup (Darmstadt), Jürgen Kromphardt (Berlin), Axel Weber (Köln) und Siebert an. Die "Fünf Weisen" werden auf Vorschlag der Bundesregierung jeweils für fünf Jahre vom Bundespräsidenten berufen.

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