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04.02.2002

15:49 Uhr

Commerzbank-Aktie nach Jahreszahlen im Minus

Dax verliert kräftig

Die Aktien an der Frankfurter Börse haben am Montag kräftig verloren. Der Deutsche Aktienindex gab um 1,17 % auf 5037,67 Punkte nach.

Quelle: Handelsblatt

dpa FRANKFURT/MAIN. Am Neuen Markt bröckelte der Nemax 50 um 1,58 % auf 1 134,16 Zähler ab. Der MDax der mittelgroßen Werte verlor 0,78 % auf 4 400,95 Punkte.

"Der Handel verläuft bei dünnen Umsätzen sehr lustlos", sagte ein Händler. "Insbesondere Finanzwerte befinden sich wegen der schwachen Entwicklung der US-Pendants im Abwärtssog." Die Aktie der Hypovereinsbank gab um 1,31 % auf 35,48 Euro nach.

Das Papier der Deutschen Bank bröckelte um 2,70 % auf 70,62 Euro ab. Händler begründeten den Kursabschlag mit den "enttäuschenden Zahlen" des Branchenprimus in der vergangenen Woche. Seitdem habe es negative Analystenkommentare "förmlich geregnet", sagte ein Händler in Frankfurt. Am Montag setzten die Investmenthäuser J.P. Morgen und WestLB Panmure diesen Reigen fort und senkten Gewinnprognose und Kursziel für die Anteilsscheine der Großbank.

Auch die Commerzbank -Aktien gaben um 1,66 % auf 18,96 Euro nach. Händler erklärten dies mit den Zahlen der Bank, die zum Teil schlechter als erwartet ausgefallen seien. Positiv bewerteten sie hingegen den Ausblick. Die Commerzbank rechnet mit einer Verbesserung im Jahr 2002.

Nachdem die MLP -Aktie sich bis in die Mittagsstunden bei dünnen Umsätzen an der Dax-Spitze behauptet hatte, drehte das Papier ins Minus. Die Aktie des Finanzdienstleisters gab zuletzt um 0,21 % auf 67,16 Euro nach.

Zu den wenigen Gewinnern gehörten auch Papiere der Fresenius Medical Care mit einem Plus von 0,92 % auf 65,50 Euro. Händler nannten positive Kommentare der Investmentbank Goldman Sachs als Grund für den Kursaufschlag. "In einem so schwachen Marktumfeld wirkt es immer Wunder, wenn Goldman Sachs sich wohlwollend zu einem Wert äußert", sagte ein Händler in Frankfurt. Die Analysen des US- Investmenthaus hätten "großes Gewicht" am Markt. Die rote Laterne hielt unverändert die Preussag-Aktie mit einem Verlust von 4,14 % auf 33,36 Euro.

Das Papier der Deutschen Post startete deutlich schwächer in die neue Handelswoche. Händler begründeten den Kursabschlag mit Presseberichten über mögliche Preissenkungen auf dem Postmarkt und mit der generell schlechten Stimmung am Markt. "Die Anleger befürchten, dass der Post die Einnahmen aus dem Briefgeschäft wegbrechen könnten", sagte ein Aktienhändler in München. Die Aktie Gelb verlor 1,14 % auf 14,75 Euro.

Am Rentenmarkt kletterte der Richtung weisende Bund-Future um 0,1 % auf 108,20 Punkte. Der Rentenmark-Index Rex gewann 0,12 % auf 113,13 Zähler. Die Umlaufrendite betrug 4,72 (Freitag: 4,79) Prozent.

Der Kurs des Euro ist am Montag geringfügig gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs bei 0,8644 (Freitag: 0,8632) $ fest. Der $ kostete damit 1,1569 (1,1585) Euro.

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