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24.04.2003

14:01 Uhr

Commerzbank-Engagement bleibt

WCM will neuen Großinvestor gewinnen

Die WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG will nach den Worten ihres Vorstandsvorsitzenden Roland Flach noch in diesem Jahr einen neuen Großinvestor für die Gesellschaft gewinnen.

Reuters FRANKFURT/M. "Wesentliche Aufgabe des Geschäftsjahres 2003 wird es sein, eine Veränderung in der Kapitalstruktur der WCM zu bewirken", sagte Flach am Donnerstag in Frankfurt. Es würden derzeit mit mehreren internationalen Unternehmen aus dem Finanzbereich Gespräche geführt, die sich bereits in entscheidenden Phasen befänden. Auch eine eingehende Prüfung der Bücher von WCM (Due-Dilligence) habe bereits stattgefunden, sagte der WCM-Chef.

Um einem neuen Investor den Einstieg zu ermöglichen, sollen die Aktionäre bei der Hauptversammlung Anfang Juni den Vorstand zu einer Kapitalerhöhung um bis zu 144,413 Millionen Euro ermächtigen. Es gehe um eine Lösung, die allen Beteiligten inklusive des bisherigen Großaktionärs, dem Hamburger Millionär Karl Ehlerding, Vorteile bringe. Die Familie Ehlerding hält derzeit rund 45 Prozent an WCM. Ehlerding hatte im vergangenen Jahr allerdings angekündigt, seinen Anteil am WCM reduzieren zu wollen, um Bankschulden zu bezahlen.

WCM will an Commerzbank-Engagement festhalten

Flach kündigte an, dass WCM vorerst an ihrem Engagement in Höhe von 5,5 Prozent an der Commerzbank festhalten wolle. "Wir beabsichtigen derzeit nicht, uns von unserem Commerzbank-Engagement zu trennen", sagte Flach. Der Kauf der Aktien sei zwar aus heutiger Sicht eine Fehlinvestition gewesen. Dies liege aber nicht daran, dass die Commerzbank eine schlechte Bank sei. Das Haus tue alles Erdenkliche, um seine Position zu verbessern, sagte Flach. "Wir glauben weiterhin, dass das Commerzbank-Engagement eines Tages zu einem guten Ergebnis führen wird." Allerdings zeige sich an den Commerzbank-Papieren wie an kaum einer anderen Aktie der Unterschied zwischen dem Preis und dem inneren Wert eines Unternehmens. 2002 habe WCM Wertberichtigungen in Höhe von 338 Millionen Euro auf die Commerzbank-Aktien vorgenommen.

Bereits vor einiger Zeit hatte WCM mitgeteilt, 2002 im gewöhnlichen Geschäft einen Verlust von 828 Millionen Euro erlitten zu haben. Das Ergebnis war nach Angaben des Unternehmens durch Wertberichtigungen in Höhe von 813 Millionen Euro belastet worden.

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