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17.01.2002

14:35 Uhr

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Computerhersteller sind wieder optimistisch

Führende Hersteller von Personal Computern und Mikroprozessoren haben optimistische Prognosen für das Geschäftsjahr 2002 vorgelegt. Compaq Computer Corp. und Apple Computer Inc. kündigten in den USA am Mittwoch (Ortszeit) an, das die Umsätze im laufenden Geschäftsquartal die Erwartungen übertreffen werden. Auch der Chip-Hersteller Advanced Micro Devices Inc. (AMD) geht von einem gestiegenen Absatz im laufenden Geschäftsjahr aus.

dpa NEW YORK/HAMBURG. Während Apple im ersten Quartal des laufenden Finanzjahres (30. September) den Gewinn auf 38 Mill. $ steigern konnte, verzeichnete Compaq im 4. Quartal 2001 im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode einen deutlichen Gewinnrückgang. Der zweitgrößte PC-Hersteller machte fallende Technologieaufträge seitens der Unternehmen für die schlechten Ergebnisse verantwortlich.

Bei Compaq betrug der operative Gewinn sechs Cent je Aktie, nach 30 Cent je Aktie im Jahr zuvor. Im Ergebnis nicht berücksichtigt sind einmalige Belastungen von 36 Mill. $ in der Berichtsperiode und 1,8 Mrd. $ im vierten Quartal 2000. Der Nettogewinn betrug 95 Mill. $ oder fünf Cent je Aktie gegenüber einem Verlust von 672 Mill. $ oder 39 Cent im Jahr zuvor. Der Umsatz fiel auf 8,5 Mrd. $ von 11,5 Mrd. $ im Jahr zuvor, ein Rückgang von 26 %.

Nachfrage könnte Apple-Produktionskapazitäten übersteigen

Bei Apple stieg der Umsatz um 37 %. Apple-Chef Steve Jobs rechnet damit, dass die Nachfrage nach dem neu eingeführten iMac-Computer möglicherweise die Produktionskapazitäten übersteigen wird. Der Nettogewinn von 38 Mill. $ entspricht einem Gewinn pro Aktie von elf Cent (58 Cent Verlust im Vorjahresquartal). Analysten hatten einen Gewinn von neun bis elf Cent erwartet. Der Umsatz im Weihnachtsquartal stieg auf 1,38 Mrd. $ nach 1 Mrd. $ vor einem Jahr und 1,45 Mrd. $ im vorangegangenen Quartal. "Apple hat ein solides Quartal mit gesunden Ergebnissen hingelegt und ist eines der wenigen Unternehmen im Computerumfeld, das in diesen herausfordernden Zeiten einen Gewinn erzielt", sagte Apple-Chef Jobs.

Der Verlust bei AMD fiel im 4. Quartal 2001 dank der starken PC-Nachfrage im Weihnachtsgeschäft geringer aus als erwartet. Das Defizit des Intel-Konkurrenten fiel auf 15,8 Mill. $ (17,87 Mill. ?) oder fünf Cent je Aktie nach einem Reingewinn von 177, 97 Mill. $ oder 53 Cent in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Der Umsatz fiel auf 951,9 Mill. $ von 1,18 Mrd. $ im Jahr zuvor. AMD hatte im Dezember als Folge der robusten Nachfrage nach dem neuen Athlon-XP-Prozessor seine Umsatzprognose angehoben. "Wir sind überrascht, wie stark sich der Markt für PC-Komponenten im Vergleich zum vorangegangenen Quartal entwickelt hat", sagte der Analyst Jonathan Joseph von der Wall-Street-Firma Salomon Smith Barney. "Der Athlon verkauft sich besser als erwartet".

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