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11.07.2000

12:04 Uhr

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Consors darf Mehrheit von Berliner Effekten erwerben

Die Consors AG hat den Aktionären der Berliner Effektengesellschaft (BEG) ein Pflichtangebot unterbreitet. Das Angebot beinhaltet, BEG-Aktien gegen Consors-Aktien im Verhältnis 2,7 zu 1 zu tauschen.

adn NÜRNBERG/BERLIN. Die Consors AG hat den Aktionären der Berliner Effektengesellschaft (BEG) ein Pflichtangebot unterbreitet. Das Kartellamt hatte am vergangenen Freitag der Mehrheitsbeteiligung von Consors an der BEG zugestimmt, wie beide Unternehmen am Montag mitteilten. Die Übernahme-Absicht war bereits am 29. Mai mitgeteilt worden. Das Angebot beinhaltet, BEG-Aktien gegen Consors-Aktien im Verhältnis 2,7 zu 1 zu tauschen. Die Annahmefrist beginnt am Dienstag und endet am 18. August um 12 Uhr. Das Umtauschverhältnis wurde auf Grundlage des letzten Börsenschlusskurses der Consors-Aktie vor Abgabe des Angebotes ermittelt. Der maßgebliche höchste Börsenschlusskurs der BEG-Aktie an der Berliner Wertpapierbörse in den drei Monaten vor dem 29. Mai betrug 37,40 Euro. Mit der Übernahme käme der Discount-Broker Consors seinem Ziel, eine Online-Börse für Privatanleger zu eröffnen, einen Schritt näher. Bei der Ankündigung der Übernahme Ende Mai hatte Consors bekannt gegeben, durch Beteiligungen an der BEG, der Berliner Effektenbank und der Berliner Börse einen elektronischen Handelsplatz - ein so genanntes Electronic Communication-Network (ECN) - einzurichten. Private Investoren sollten so neue, effiziente und kostengünstige Möglichkeiten des Handels mit Wertpapieren erhalten. Der Vorstandsvorsitzende der Berliner Effektengesellschaft, Holger Timm, hatte den Aktionären allerdings geraten, das Übernahmeangebot zunächst abzulehnen.

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