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05.07.2000

19:08 Uhr

Contara AG liefert Inhalte und Technik

Der Content kommt direkt ins Haus

VonJulius Endert

Wie findet man die Nadel im Heuhaufen? Ein altes Problem. Wie findet man die passende Information im Internet? Ein neues Problem, für das neu gegründete Contara AG bald ein geeignetes Mittel anbieten will.

Das Unternehmen will in einem ersten Schritt den Nutzern von Intranets in mittleren und größeren Unternehmen die jeweils gewünschten Informationen auf den Bildschirm liefern. Dies können zunächst Nachrichten, Berichte und Hintergründe aus den Holtzbrinck-Medien wie Handelsblatt, Wirtschaftswoche oder n-tv sein, aber auch Börsendaten und Finanzinformationen.

Die Basistechnologie ist eine neuronale Suchmaschine, die in der Lage sein soll, die Informationsbedürfnisse des Anwenders zu erkennen, also zu lernen, was der Anwender lesen will. Hierin liegt die Chance und auch das Risiko. Denn bei der Informationsversorgung von speziellen Nutzergruppen hat gerade die genaue Identifizierung der Informationsbedürfnisse oberste Priorität. Scheitert diese Zuordnung dürfte das Produkt uninteressant bleiben und die Nadel im Heuhaufen weiter verborgen.

Edgar Benkler, der neue Vorstandsvorsitzende der Contara AG, beschreibt sein Geschäftskonzept wie folgt: "Wir liefern ein Sorglospaket aus Technologie und Content für Businesskunden." Denn über den Joint-Venture-Partner Caatoosee kann die Contara AG zukünftig neben den Inhalten auch notwendigen Dienstleistungen für die Installation der entsprechenden Firmennetze anbieten.

"Contara ist auch für Kooperationen mit Content-Lieferanten aus anderen Verlagen offen und will Schritt für Schritt das Angebot ausweiten", sagt Benkler. Mittelfristig will er sämtliche Vertriebskanäle ausschöpfen. Dazu gehören vor allem mobile Geräte aber auch Anwendungen, die es heute erst in der Entwicklung sind, wie so genannte "Car-PCs". An den Aufbau einer eigenen Redaktion sei vorerst nicht gedacht.

Das komplette Contara-Angebot soll für den Nutzer kostenpflichtig sein. "Ich glaube, die Kunden werden bereit sein, für entsprechenden Service auch zu zahlen", glaubt der Vorstandsvorsitzende. Der Verkauf von Werbung soll dennoch ein zweites Standbein werden, mit der interessanten Perspektive für die Werbewirtschaft, eine ganz genau definierte Zielgruppe ansprechen zu können.

Bei seinen Umsatzzielen ist Benkler optimistisch: "Für 2001 rechnen wir mit 5 bis 6 Millionen DM, mittelfristig mit bis zu 30 Millionen DM."

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