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13.07.2000

11:40 Uhr

Cyber-Fonds und neue Partnerschaften sollen für weiteres Wachstum sorgen

France-Télécom-Tochter Orange investiert 300 Millionen Pfund in neue Technologien

Nach der Zustimmung der EU-Wettbewerbsbehörde zum Verkauf des britischen Mobilfunkbetreibers Orange Plc an France Télécom will Orange durch weitere Akquisitionen wachsen. Zahlreiche Projekte sollen durch die Gründung eines Cyber-Investemtfonds mit einem Kapital von 300 Mill. Pfund (gut 900 Mill. DM) vorangetrieben werden. Vodafone AirTouch bestätigte unterdessen, dass die Wettbewerbskommission dem Verkauf von Orange zugestimmt hat.

dpa LONDON/DÜSSELDORF. Orange hat nach eigenen Angaben bereits 20 Partnerschafts-Verträge abgeschlossen, wie etwa mit Flextech PLC, The Guardian newspaper oder der University of Ulster. Als Teil dieser Vereinbarungen entwickle Orange neue Service-Dienstleistungen, wie beispielsweise Orange Travel, die Orange Bank und die Orange Car.

Darüber hinaus steht Orange nach eigenen Angaben kurz vor der Unterzeichnung eines Übereinkommens mit einem nationalen Festnetz-Anbieter, der künftig das Orange-Netz und weitere Dienstleistungen des Unternehmens nutzen wolle. Orange könne dadurch seine Umsätze steigern. Das Unternehmen verhandele mit Kabel-Anbietern, um ähnliche Vereinbarungen zu erreichen.

Nach dem Aufkauf des Computer-gestützten Zeitungs-Kiosks Ananova für 95 Mill. Pfund in der vergangenen Woche, habe Orange den Stimm-Erkennungs-Spezialisten Wildfire für die gleiche Summe gekauft. Außerdem habe Orange einen Anteil von 25% der Firma NewsTakes für 4,2 Mill. Pfund gekauft. Mit britischen Anbietern habe Orange Verträge für vituelle Netzwerke abgeschlossen. Ein "natürlicher Partner" in diesem Geschäftsfeld sei dabei die NTL.

Orange teilte weiter mit, das Projekt OrangeWorld aufbauen zu wollen. Hierbei handelt es sich offenkundig um ein Multimedia Projekt. Wettbewerbshüter billigen Orange-Verkauf

Vodafone Airtouch bestätigte unterdessen, dass die EU-Wettbewerbskommission dem Verkauf von Orange zugestimmt hat. Die EU hatte nach der Übernahme der Düsseldorfer Mannesmann AG durch Vodafone den Verkauf der Mannesmann-Mobilfunktochter zur Auflage gemacht. Im Mai wurde Orange zum Preis von 37 Mrd. $ in bar und in Aktien an den französischen Telekommunikationsriesen verkauft.

Mit France Télécom und Orange entsteht nach Vodafone/Mannesmann die zweitgrößte Mobilfunkgruppe in Europa. Die Franzosen wollen Orange mit ihrer eigenen Mobilfunksparte zusammenlegen und zehn bis 15 % unter dem Namen New Orange im kommenden Jahr an die Börse bringen. Hiervon erhofft sich France Télécom Einnahmen von bis zu 14 Mrd. Euro, die zu weiteren Akquisitionen eingesetzt werden sollen.

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