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13.01.2002

18:13 Uhr

Dakar-Sieg für Masuoka

Technik vereitelte Kleinschmidts Triumph

Jutta Kleinschmidt verfluchte die Technik und verpasste hinter ihrem Mitsubishi-Kollegen Hiroshi Masuoka aus Japan den zweiten Triumph bei der Rallye Dakar.

dpa DAKAR. "Wir hätten gewinnen können, aber zweimal ist die Kardanwelle gebrochen", ärgerte sich die entthronte "Dakar Queen" am Sonntag nach der Zielankunft. "Durch die Reparatur haben wir eine Stunden verloren." Nach rund 9 500 Kilometern vom französischen Arras in die Hauptstadt des Senegal hatten die 39-Jährige aus Köln und ihr Münchner Co-Pilot Andreas Schulz 22:01 Minuten Rückstand auf die Sieger, Hiroshi Masuoka aus Japan und dessen französischen Beifahrer Pascal Maimon.

Nach 15 Prüfungen über 3 572 Kilometer machten Kenjiro Shinozuka/Thierry Delli-Zotti (Japan/Frankreich) den dreifachen Mitsubishi-Erfolg perfekt. Mit einem Rückstand von 35:15 Minuten landeten sie bei dem legendären Marathon-Klassiker auf Platz drei. In der Motorrad-Disziplin wiederholte der Italiener Fabrizio Meoni auf seiner KTM seinen Vorjahressieg.

Der zweite Platz ist auch nicht schlecht

"Mit einem solchen Handicap kann man nicht gewinnen", haderte Jutta Kleinschmidt mit Fortuna. Trotz fehlerfreier Fahrt verpasste die Diplom-Physikingenieurin einen neuerlichen Erfolg. Auch die eigenhändig durchgeführte Reparatur zweier Antriebsschäden nutze der zweifachen Tagessiegerin wenig; die "vergeudete" eine Stunde war nicht mehr aufzuholen. Ohne diese Rückschläge wäre die Konkurrenz wieder hinterher gefahren. "Masuoka hat diesen Sieg verdient. Bei einer solchen Rallye Zweite zu sein, ist auch nicht schlecht", meinte sie trotz allen Ärgers.

Der 41 Jahre alte Mitsubishi-Angestellte Masuoka gewann fünf der 15 Prüfungen und führte von der sechsten Etappe an bis ins Ziel am Lac Rosé bei Dakar. "Das ist die Wiedergutmachung für das letzte Jahr, als ich mit Pech den Sieg verpasst habe", freute sich Masuoka, der 1987 erstmals bei der Dakar startete und bei mehreren Einsätzen von Andreas Schulz durch die Wüste navigiert worden war. Für Mitsubishi war der Masuoka-Sieg der achte Dakar-Erfolg - neun Fahrzeugen landeten unter den ersten Zehn.

KTM-Piloten dominierten in der Motorrad-Wertung

Bereits auf der fünften Etappe war der Dakar-Rallye die Würze genommen. Der im Vorjahr alles beherrschende "Rosenkrieg" zwischen Jutta Kleinschmidt sowie ihrem Erzrivalen und einstigen Lebenspartner Jean-Louis Schlesser (Monaco) war vorzeitig beendet, als der Buggy des Marathon-Weltmeisters abbrannte.

In der Motorrad-Wertung dominierten die KTM-Piloten, ernsthafte Konkurrenz war für den österreichischen Motorradhersteller keine in Sicht. Der Italiener Fabrizio Meoni wiederholte seinen Vorjahressieg mit einem Vorsprung von 47:52 Minuten auf den Südafrikaner Alfie Cox. Die deutsche KTM-Privatfahrerin Andrea Mayer (Kaufbeuren) verbesserte ihr Vorjahresergebnis um elf Plätze und kam diesmal auf den 23. Gesamtrang. Wegen eines Elektrikschadens verlor sie auf der zwölften Etappe fast sechs Stunden, ohne die sie den elften Platz belegt hätte. Der zweite deutsche Motorradpilot Michael Griep fuhr mit seiner Touratech auf den 29. Rang.

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