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15.02.2001

12:08 Uhr

Das ganze Geschäft ist auf dei Formel 1 ausgelegt

Helaba-Trust: Kirch-Einstieg bei EM.TV die "beste Lösung"

Die Helaba Trust wertet die Einigung über den Einstieg der Kirch-Gruppe bei EM.TV als die beste Lösung für das am Neuen Markt notierte Medienunternehmen.

dpa-afx FRANKFURT. Analyst Florian Leinauer sagte am Donnerstag, alle anderen potenziellen Kandidaten für einen Einstieg bei EM.TV "hätten keine so redlichen Absichten wie die Kirch-Gruppe." Letztendlich sei das Geschäft eine gute Nachricht für EM.TV. Dennoch wollte der Experte die EM.TV-Aktie zunächst noch weiter auf "Untergewichten" halten und vor einer Neubewertung erst einmal abwarten. Jetzt komme es darauf an, "was Kirch letztendlich mit EM.TV vorhat", sagte Leinauer.

Mit der zuletzt negativen Bewertung mit "Untergewichten" reagierte der Analyst auf die negativen Schlagzeilen der vergangenen Monate, die die "Zukunft des Unternehmens alles andere als sicher erschienen ließ". Aber noch in dieser Woche werde es eine neue Einschätzung geben.

Leinauer zeigte sich allerdings noch unsicher, was die Geschäftszahlen von EM.TV angeht. Die werden im März veröffentlicht. Er rechnet damit, dass das "operative Geschäft nicht so sonderlich gut ausfallen wird". Das Unternehmen sei in den vergangenen Monaten "sicherlich nicht wesentlich vorangekommen, um das mal vorsichtig auszudrücken", sagte der Fachmann.

Das ganze Geschäft ist auf die Formel 1 ausgelegt

Nichtsdestotrotz sei das Geschäft zwischen der Kirch-Gruppe und EM.TV begrüßenswert und verbessere die langfristigen Chancen des Unternehmens. Nach der angekündigten Ausübung der 25 % Kaufoption SLEC würden sich insgesamt 75 % der Formel Holding-1 bei der Kirch-Gruppe und EM.TV befinden. Das mache Sinn, denn nach Ansicht des Experten ist das ganze Geschäft "auf die Formel 1-Rechte ausgelegt, und es ist für Kirch eine schöne Sache, mit der Formel-1 ein Topevent zu kontrollieren".

Die erste Ankündigung des Geschäfts erfolgte schon im Dezember. In der Zwischenzeit hat es "nicht so ausgesehen, dass es noch klappen könnte" sagte der Marktbeobachter. Die endgültigen Verträge werden nun bis zum 15. März unterschrieben. Analyst Leinauer geht aber davon aus, dass eine endgültige Einigung erzielt wurde. "Ich denke es ist so weit in trockenen Tüchern", sagte er.

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