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06.07.2000

17:55 Uhr

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DASA sieht mögliche Stolpersteine für EADS-Fusion gelassen

Die DaimlerChrysler Aerospace (Dasa) sieht "mit Gelassenheit" dem Versuch entgegen, die Eingliederung der DASA-Tochter Dornier in den geplanten europäischen Luft- und Raumfahrt-Konzern EADS auf dem Rechtsweg zu verhindern.

dpa-afx MÜNCHEN. Die DaimlerChrysler Aerospace (Dasa) sieht "mit Gelassenheit" dem Versuch entgegen, die Eingliederung der DASA-Tochter Dornier in den geplanten europäischen Luft- und Raumfahrt-Konzern EADS auf dem Rechtsweg zu verhindern. Mit diesen Worten kommentierte DASA-Sprecher Rainer Ohler am Donnerstag einen entsprechenden Versuch von Martine Dornier-Tiefenthaler, Ehefrau des Dornier-Erben Conrado Dornier, die sich auf mehrere laufende Schieds- und Gerichtsverfahren beruft.

Dornier-Tiefenthaler und ihr Anwalt erklärten in der Donnerstagsausgabe der Zeitung "Südkurier", es gehe nicht darum, dass die Familie einen höheren Anteil an der EADS erhalte. "Unser Ziel ist es, Dornier zurückzuführen auf das, was es einmal war", so der Anwalt nach Darstellung der Zeitung.

Dornier-Tiefenthaler sagte, Gerichte hätten bereits früher eine Überprüfung der Entscheidung angeordnet, die Dornier-Aktivitäten in der Luft- und Raumfahrt sowie der Lenkflugkörpertechnik aus dem Unternehmen herauszulösen. Sollten die Gerichte eine "Rückabwicklung" dieses Vorgangs ermöglichen, müsse geprüft werden, ob die EADS die Geschäftsbereiche zurückgeben müsse.

Die Fusion von DASA, Aerospatiale Matra (Frankreich) und Casa (Spanien) wird mit dem Börsengang am kommenden Montag vollzogen. DASA-Sprecher Ohler wies Vorwürfe zurück, die Aktionäre seien in dem Prospekt für den EADS Börsengang nicht ausreichend über den anhängigen Rechtsstreit informiert worden. Die Öffentlichkeit sei in dem Börsenprospekt eingehend unterrichtet worden, erklärte der Sprecher.

Er wies ferner darauf hin, dass Dornier-Tiefenthaler sich zwar als Rechtsanwältin äußere, aber kein Mandat habe. "Frau Dornier- Tiefenthaler ist weder Direktvertreterin ihres Mannes noch eines sonstigen Familienange örigen in Rechtsstreitkeiten mit der DASA." Die DASA hält die Mehrheit an Dornier.

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